Magdeburg l "Mission 3.5 - Volle Raumkapsel" ist beim FSV Zwickau gestartet worden. Der Zweite der Fußball-Regionalliga erwartet zum Nachholspiel am Sonnabend am Wostokweg ein mit 3500 Fans ausverkauftes Stadion "Sojus 31". Und das, obwohl der MDR die Partie am Länderspiel-Wochenende live übertragen wird. Die Anstoßzeit wurde deswegen um eine halbe Stunde nach hinten auf 14 Uhr verlegt. Zuletzt war die Zwickauer Ausweich-Arena vor etwa einem Jahr ausverkauft, als Lok Leipzig bei den Westsachsen gastierte.

Für den auswärts in seinen Punktspielen noch sieglosen FCM (1 Remis, 3 Niederlagen) womöglich eine zusätzliche Motivation, vor diesmal Zehntausenden Fernsehzuschauern den ersten Sieg auf fremden Gefilden einzufahren? Trainer Jens Härtel weist diesen Gedanken mit Nachdruck von sich: "Es wäre schlimm, würden unsere Spieler nur durch die Fernsehübertragung zusätzlich motiviert. Es geht um drei Punkte - egal ob mit oder ohne Fernsehen." Die TV-Live-Übertragung sei zwar für den Verein von Bedeutung, für ihn selbst bedeute sie aber "nur einen positiven Nebeneffekt".

Härtels Zwickauer Gegenüber, Torsten Ziegner, sieht das "Geheimnis" des Tabellenzweiten FSV nach elf Ab- und zehn Neuzugängen in einer "homogenen Einheit, einem sehr ausgewogenen Kader und dem glücklichen Umstand, dass wir bisher fast ohne nennenswerte Verletzungen über die Runden gekommen sind".

Dreimal hat Ziegner den FCM beobachtet - beim BAK, in Auerbach und Plauen - und dabei erkannt, "diese Ergebnisse sind nicht das Normale für den FCM". Allerdings habe er beim FCM "einige Sachen gesehen, wo wir gute Möglichkeiten haben". Trotzdem erwartet Ziegner "ein Spiel auf Augenhöhe, auf das wir uns so vorbereiten, damit wir drei Punkte gewinnen". Auch wenn der FSV mit einem vollen Erfolg in der Tabelle an Spitzenreiter Wacker Nordhausen vorbeiziehen würde, hält Ziegner den Ball flach: "Der Aufstieg steht nicht in unserem Fahrplan."