Halberstadt l Zwölf Pflichtspieleinsätze, drei Tore im Pokal, drei in der Liga - Jan Nagel von Regionalligist Germania Halberstadt ist derzeit der erfolgreichste Torschütze seines Vereins und so etwas wie der Dauerläufer der Vorharzer. Seit dem er im Januar 2013 zum VfB stieß, hat er eine bemerkenswerte Entwicklung genommen.

Bruder Pascal war zu diesem Zeitpunkt bereits beim VfB, Jan folgte ihm und interpretierte seine Rolle zunächst als Ersatzspieler, der noch zu alter Form finden muss. Als Verteidiger gekommen, gehörte er unter Trainer Willi Kronhardt alsbald zu den Stammspielern. Im offensiven Mittelfeld sorgte er meist für Torgefahr und war schon 2013/14 bester Torschütze der Germania (8). In dieser Serie schließt er bis jetzt nahtlos daran an. "Ich bin jemand, der jederzeit versucht seine Aufgaben bestmöglich zu lösen", beschreibt er mögliche Gründe für seine gute Form. "Außerdem setze ich Forderungen des Trainers schnell um", nennt er seine Auffassungsgabe.

Für den aktuellen Aufwärtstrend hat er auch eine Erklärung: "Es dauert eben, bis die vielen neuen Spieler integriert sind. Wir sprechen jetzt alle auf dem Platz miteinander, stimmen uns so ab. Das klappt seit drei Spielen wunderbar. Dann kann Fußball so einfach sein."

Nagel geht optimistisch an die nächsten Aufgaben, denn "dieses Jahr ist die Qualitat im Team besser. Wir haben mehr Charaktertypen dabei, und alle ziehen an einem Strang". Vor dem nächsten Gegner Auerbach hat er Respekt, aber keine Angst: "Die sind immer für eine Überraschung gut. Knüpfen wir an unsere letzten Leistungen, gewinnen wir."