Magdeburg l Die deutsche U-21-Auswahl hat sich souverän für die Fußball-EM in Tschechien qualifiziert (Volksstimme berichtete). Unbefriedigend war dagegen die Zuschauerresonanz, allen voran in Magdeburg.

Lediglich 2163 wollten seinerzeit das letzte Gruppenspiel gegen Rumänien (8:0) in der MDCC-Arena sehen. Und selbst in Essen, der Heimatstadt von Trainer Horst Hrubesch, kamen zum entscheidenden Play-off-Rückspiel gegen die Ukraine (2:0) am vergangenen Dienstag nur gut 5000 Zuschauer.

In Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt hat der schwache Besuch Spuren hinterlassen. "Ich hoffe natürlich nicht, dass Magdeburg künftig vom DFB gemieden wird", fand Präsident Erwin Bugar vom Fußballverband (FSA) klare Worte.

Noch am Abend des Gruppenspiels gegen Rumänien hatte der besorgte DFB-Ehren-Vize-Präsident Hans-Georg Moldenhauer zu einer Gesprächsrunde im VIP-Raum gebeten, an der Vertreter von Stadt, FSA, Messegesellschaft und DFB teilnahmen. Mit Blick auf die Verantwortlichen in Magdeburg regte der 71-Jährige an: "Letztlich hat jeder seine Aufgaben wahrgenommen. Aber am Ende zählt das Resultat. Daher wäre es wünschenswert, sich beim nächsten Mal im Vorfeld untereinander noch intensiver auszutauschen."

Bugar wies ferner darauf hin, "dass die Schnitthöhe des Rasens nicht UEFA-gerecht gewesen sei" und "die Umkleidekabinen nicht so gereinigt waren, wie man sich das wünscht".

Zu der katastrophalen Resonanz dürfte aber auch eine Verkettung unglücklicher Umstände beigetragen haben. So fand das Spiel abends statt - für jüngere Schulklassen zu spät. Hinzu kam der geringe sportliche Wert, weil Deutschland schon vorher als Gruppensieger feststand. Da- rüber hinaus gab es auch Kritik am DFB. Weil Karten nur für die Gegentribüne verkauft wurden, glaubten viele, die anderen Plätze seien schon ausverkauft. Ein verärgerter Volksstimme-Leser beschwerte sich zudem über zu hohe Ticket-Preise für Kinder und zu wenig Catering-Stände.