Magdeburg (ju) l Die Stimmung beim 1. FC Magdeburg hat nach der ersten Heimniederlage der Saison einen neuen Tiefpunkt erreicht. Kaum einer der Spieler stellte sich nach dem 1:2 gegen die TSG Neustrelitz hinterher den Fragen - Jan Glinker, Niklas Brandt, Christian Beck Co. verschwanden wortlos aus der MDCC-Arena.

"Es ist uns einfach nicht gelungen, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben", sagte Marius Sowislo, der als Kapitän Rede und Antwort stand. Als Hauptproblem hat der Mittelfeldspieler, der sich mit seiner Leistung nahtlos in das schwache Auftreten des FCM einreihte, die mentale Verfassung ausgemacht. "Der Kopf ist das A und O bei einem Fußballer. Dass wir nach zuletzt drei Niederlagen keinen klaren Kopf hatten, war klar", räumte Sowislo ein.

Trainer Jens Härtel hatte zwar unter der Woche versucht, den Druck von der Mannschaft zu nehmen ("Die Spieler lesen natürlich Zeitung."), mit dem Anpfiff waren aber die schweren Beine und der lahme Kopf bei allen Akteuren zurück. "Wir hatten unter der Woche etwas Dampf rausgenommen und Lockerheit erzeugt. Die war aber in der ersten Halbzeit weg", fasste Härtel die Blockade zusammen.

Und wie kann der FCM die Negativspriale durchbrechen? Am Sonnabend geht es zum starken Aufsteiger Budissa Bautzen. "Das ist das Gute. Es geht immer weiter und da können wir für bessere Stimmung sorgen", sagte Sowislo.