Halberstadt l Germania Halberstadt ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Regionalliga Nordost. Nach dem 2:0-Erfolg über Auerbach gab es im Friedensstadion freudestrahlende Gesichter.

Ganze vorne: Präsident Olaf Herbst, der während der erfolglosen September-Wochen wieder einmal besonnen und gelassen blieb, und damit - wie sich jetzt zeigt - richtig lag. "Das war gegen Auerbach eine sehr gute erste Halbzeit, technisch hervorragender Fußball. Klar waren mehr Tore drin, aber spätestens nach dem 2:0 war alles klar. So kann es gern weitergehen. Wenn wir jetzt am Sonnabend im nächsten Heimspiel gegen Babelsberg einen weiteren Sieg einfahren können, stehen wir im Mittelfeld. Das war unser Ziel."

Trainer Achim Hollerieth resümierte den zweiten Heimerfolg der Saison recht nüchtern, stattdessen betonte er, "dass wir jetzt nicht übermütig werden. Der Gegner hat früh gestört, das liegt uns und wir haben das gut gelöst. Ein schöner Trend ist die zu Null-Serie.".

Auch 2:0-Torschütze Jan Nagel ging auf die seit Wochen stabile VfB-Abwehr ein. "Dass wir erneut zu Null gespielt haben ist ganz wichtig für die Moral und für meinen Bruder (Torwart Pascal Nagel/d.Red.). Vorne schießen wir immer unsere Tore. Ich freue mich persönlich für Ivan, dass er diesmal erfolgreich war."

Dem Angesprochenen war die Freude über seinen ersten Saisontreffer ins Gesicht "gemeißelt". "Endlich ist der Knoten geplatzt", so der 23-Jährige, "ich hoffe, dass nun weitere folgen werden". Er vergaß nicht, den Vorbereiter zu erwähnen: "Das Schönste an diesem Treffer war doch die Zusammenarbeit, wie wir das herausgespielt haben. Der Pass von Telmo (Teixeira/d.Red.) war überragend. Ich musste den Ball danach nur drüber heben. Daran hat man gesehen, dass wir wirklich eine Mannschaft auf dem Platz sind."