Halberstadt l Für die Vorharzer, mit der Empfehlung von vier gewonnenen Pflichtspielen in Serie startend, geht es ab 13.30 Uhr vor eigenem Publikum darum, in der Erfolgsspur zu bleiben. Die Motivation ist hoch, kommt doch mit dem SV Babelsberg 03 ein unmittelbarer Konkurrent. Im Spiel Tabellenzehnter gegen Tabellenneunter kann der Sieger seinen Mittelfeldplatz festigen.

Die aktuelle Siegesserie begründet Halberstadts sportlicher Leiter Stephan Grabinski logisch und rational. "Zunächst einmal gewinnen wir, weil wir mindestens immer ein Tor mehr schießen als der Gegner. Aber Spaß beiseite: Die Mannschaft belohnt sich seit ein paar Wochen ein Stück weit für ihre Leistungen", beschreibt er den Schlüssel des derzeitigen Hochs. "Zuvor hat die Elf hohen Aufwand ohne Nutzen betrieben. Wir waren nicht das schlechtere Team, offenbar aber das dümmere." Grabinski wäre aber nicht auch VfB-Verantwortlicher, würde er nicht im nächsten Atemzug den Finger heben. "Es funktoniert immer nur als Ganzes. Wenn nur einer weniger Prozente bringt, haben wir bei dieser Leistungsdichte in der Regionalliga Nordost keine Chance. Es ist heute gegen Babelsberg um so wichtiger, schnellstmöglich die Einstellung zum Spiel zu finden."

Die Potsdamer, gegen die der VfB Germania im ersten direkten Vergleich überhaupt im August 2013 einen grandiosen 4:2-Auswärtssieg feierte, das Heimspiel im März jedoch mit 1:2 verlor, ordnet Trainer Achim Hollerieth als "ganz starke Truppe" ein. Der 41-Jährige beobachtete den SV 03 bei deren Heimspiel gegen Union Berlin II (3:2/d.Red.) vor einer Woche und resümierte anschließend. "Das war bisher eine der stärksten Mannschaften, die ich gesehen habe. Die 03-er haben mit Bilal Cubukcu einen zentralen Mittelfeldmotor, über den alles läuft." Seine Konsequenz daraus: "Wir müssen sehr viel investieren, um erneut erfolgreich sein zu können." Die "Zu-Null-Serie" seit vier Pflichtspielen ist für Hollerieth ein "netter Beigeschmack", den Fokus legt er jedoch auf das Ergebnis. "Wir spielen, um zu gewinnen." Wichtig ist für Germanias Übungsleiter, dass die Abwehrarbeit nicht nur die Viererkette betrifft. "Der Mittelstürmer ist gleichzeitig unser erster Abwehrspieler und im Umkehrschluss ist der Torhüter bei Ballbesitz erster Angreifer. Unsere aktuelle Serie kam nur zustande, weil es im Verbund funktioniert. Alle arbeiten mit - egal bei welchem Spielstand, egal in welcher Minute."

Weil es speziell beim 2:0-Sieg im letzten Spiel gegen den VfB Auerbach so gut aussah, will Achim Hollerieth sowohl personell als auch taktisch nichts ändern.