Magdeburg/BIsmark l Wenn Dirk Grempler am Mittwochabend in der MDCC-Arena seinen Platz beim Pokalspiel des FCM gegen Bayer 04 Leverkusen einnimmt, dann kommen beim 46-Jährigen viele Erinnerungen hoch. Grempler, seit zehn Jahren Trainer beim TuS Bismark, spielte in seiner aktiven Karriere im DFB-Pokal sogar zweimal gegen die Werkself.

1995 erreichte der Abwehrspieler nach einer fantastischen Pokalsaison mit dem damaligen Regionalligisten FSV Lok/Altmark Stendal das Viertelfinale. Nach Siegen gegen den VfL Wolfsburg, Hertha BSC und Waldhof Mannheim trafen Grempler Co. damals auf Bernd Schuster, Rudi Völler Co. und mussten sich erst im Elfmeterschießen (4:5) im ausverkauften "Hölzchen" der Mannschaft von Trainer Erich Ribbeck beugen. "Das war ein Riesenerfolg für Stendal und die Region, die noch Jahre bundesweit mit dem Fußball in Verbindung gebracht wurde", so Grempler.

Zwei Jahre vorher, im September 1993, traf Grempler schon mit dem 1. FC Magdeburg auf Bayer 04 und erzielte beim 1:5 das Anschlusstor zum 1:2. "Ich habe viele positive Erinnerungen an diese verrückte Zeit. Wir Spieler haben damals sogar das baufällige Grube-Stadion mit hergerichtet", erinnert sich Grempler, der es als Abwehrspieler mit Bayers Paulo Sergio zu tun hatte. "Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber wir haben lange gut mit Leverkusen mitgehalten", blickt Grempler zurück.

Dem Club ist Grempler nach wie vor verbunden und beobachtet die Entwicklung beim Viertligisten genau. "Ich hoffe, dass es sportlich bald wieder weiter nach oben geht", sagt Grempler. Das Pokalspiel sei vor allem eine Chance zu zeigen, dass Verein und Mannschaft noch leben. "Mit den Zuschauern im Rücken muss der FCM die Chance nutzen, die er eigentlich nicht hat", sagt Grempler. Dann gibt es vielleicht wieder ein Pokalspiel, an das er sich noch Jahre später erinnern wird.