Magdeburg (dh) l Was für ein Spiel, was für eine Spannung: Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg musste in der zweiten Runde des DFB-Pokals erst im nervenaufreibenden Elfmeterschießen die Segel streichen. Die Schützlinge von Trainer Jens Härtel unterlagen am Mittwochabend vor 23.855 Zuschauern in der heimischen MDCC-Arena gegen den Bundesligisten Bayer Leverkusen mit 6:7 (2:2, 1:1).

Nico Hammann, Silvio Bankert, Steffen Puttkammer, Marius Sowislo trafen für den FCM vom Punkt, Nicolas Hebisch, der großartige Niklas Brandt und Lars Fuchs mit dem letzten Versuch scheiterten an Bayer-Torwart Bernd Leno. FCM-Keeper Jan Glinker parierte indes gegen Leverkusens Emir Spahic, und Stefan Kießling traf außerdem die Lattenunterkante.

Finanzieller Trost: Mit den Spielen gegen den FC Augsburg in der ersten Runde (1:0) und gegen Bayer haben die Magdeburger insgesamt rund 500 000 Euro eingespielt.

Nach der kalten Dusche in der dritten Minute, als Hakan Calhanoglu per Freistoß FCM-Keeper Jan Glinker zum 0:1 überwand, sorgte Christoph Siefkes (28.) für den Ausgleich. Wie Glinker beim Leverkusener Führungstreffer machte auch Bayer-Keeper Bernd Leno beim 1:1 eine unglückliche Figur.
In der ausgeglichenen Partie taten sich die Gäste auch nach der Pause schwer. Die Magdeburger blieben ihrer abwartenden Spielweise treu. Die Hoffnung im Stadionrund auf eine weitere Überraschung des FCM wurden zudem genährt, als Heung-Min Son in der 78. Minute nach einer Tätlichkeit gegen Bankert mit Rot bestraft wurde und der Bundesligist in Unterzahl weiterkämpfen musste. Die einzige echte Torchance bis zum regulären Ende hatte dennoch Bayer: Kyriakos Papdopoulos traf per Kopfball die Latte (84.).
Die erste Möglichkeit in der Verlängerung hatte Nicolas Hebisch für Magdeburg, als er in der 108. Minute das Leder an die Latte hämmerte. Und nur drei Minuten später ließ Nicklas Brandt mit seinem Tor zum 2:1 die MDCC-Arena tanzen. Doch ein kurzer Aussetzer in der Defensive ermöglichte Leverkusen den Ausgleich, Kyriakos Papadopoulos traf per Kopfball zum 2:2. Und dann folgte im Glücksspiel vom Punkt das große Magdeburger Pech...