Magdeburg l Zum Abschluss der Galopprenn-Saison 2014 will es der Magdeburger Renn-Verein am Freitag noch einmal richtig "beben" lassen. Nach Beendigung der acht Rennen (Einlass ab 10 Uhr, erster Start um 11.30 Uhr) wird mit dem "Magdeburger Kaltblutpreis 2014" eine alte Tradition wiederbelebt. Organisator dieses "Schmankerls" ist der SV Pechau.

Kaltblutpferde wurden früher vor allem in der Forst- und Landwirtschaft sowie als Zugpferde z.B. von Brauereiwagen eingesetzt. Den Magdeburgern sind sie aber vor allem aus den Halbkugelversuchen bekannt. Insgesamt gehen zehn Pferde von sechs Besitzern aus Sachsen-Anhalt an den Start.

"Dieses Highlight wird den Zuschauern garantiert viel Freude bereiten. Wir hätten das Rennen gerne dazwischengeschoben, haben dann aber umdisponiert, weil das Geläuf natürlich sehr in Mitleidenschaft gezogen wird", sagte Renn-Vereins-Präsident Heinz Baltus. Die morgen startenden Kaltblüter sind alle mindestens 750 kg schwer, Rennpferde dagegen nur rund 400 kg.

"Entstanden ist das Ganze aus vielen Gesprächen heraus.Irgendwann haben wir uns dann entschieden, ein solches Rennen in die Tat umzusetzen", sagte Pechaus Präsident Gerd Petzoldt. Und Initiator Ingolf Schulz ergänzte: "Mit dem Magdeburger Kaltblutpreis soll eine Pferderasse wieder ins Bewusstsein der Besucher gerufen werden, die in der Vergangenheit eine große Bedeutung besaß."

Übrigens: Beim neunten Rennen darf "nur" zugeschaut, nicht gewettet werden.