Magdeburg (ju) l Niklas Brandt hat sich seit Mittwoch immer wieder selber malträtiert, vor dem TV-Gerät. Immer und immer wieder hat sich der Mittelfeldspieler des 1. FC Magdeburg die entscheidende Szene angesehen. "Ja, ich habe den Elfmeter mehr als einmal gesehen. Auch wieder am Freitag", sagt Brandt gestern über seinen verhängnisvollen Fehlschuss im Elfmeterdrama gegen Bayer Leverkusen.

Knapp zehn Minuten zuvor war der 22-Jährige nach seinem Traumtor zur 2:1-Führung in der Verlängerung noch der gefeierte Mann in der ausverkauften MDCC-Arena. "Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass was gehen könnte. Das war natürlich Freude pur", erinnert sich Brandt an seinen Sturmlauf zur Eckfahne.

Später lag der Berliner mit den Händen vor dem Gesicht fast regungslos auf dem Feld. Brandt: "Ich war natürlich mega-enttäuscht. Es ist auch noch nicht ganz verdaut. Aber es geht weiter." Und das nicht nur vor dem Fernseher ...