Magdeburg l Eigentlich sollte die Partie im Rahmen eines Doppelspieltages bereits am 1. November über die Bühne gehen, wurde aber wie das Spiel beim TV Kirchzell verschoben, weil mit Alexander Saul und Bruno Zimmermann zwei SCM-Junioren für das kurzfristig anberaumte Vier-Nationen-Turnier auf Lanzarote berufen wurden.

Die beiden Elbestädter wurden mit der DHB-Auswahl nach Siegen gegen Frankreich (33:20) und Portugal (29:26) sowie der "Finalniederlage" gegen Gastgeber Spanien (22:24) Zweite, wirkten in allen drei Länderspielen mit und kamen auf 16 Tore (Saul) bzw. 10 Treffer (Zimmermann). "DHB-Trainer Markus Baur, mit dem ich bereits Kontakt hatte, war mit beiden sehr zufrieden", erklärte Youngsters-Coach Bennet Wiegert, der die Rückraumspieler Saul und Zimmermann am Donnerstagabend nach dreitägiger Erholungspause erstmals wieder bei der Vorbereitung auf das Spitzenspiel in Nieder-Roden begrüßen konnte.

Die unverhoffte Spielpause nutzte Wiegert, um auch den anderen Akteuren der SCM-Zweiten am vergangenen Wochenende für drei Tage frei vom Handball zu geben. Inzwischen aber gilt die volle Konzentration der bevorstehenden Partie beim Tabellendritten. "Ich habe mir die letzten drei Spiele der HSG auf Viedeo angeschaut, weiß um ihre Heimstärke. Die HSG-Verantwortlichen haben sich dazu bekannt, aufsteigen zu wollen und haben auch das Zeug dazu. Wir sind am Freitag als Spitzenreiter die Gejagten, haben uns diesen Status aber auch erarbeitet", so SCM-Coach Wiegert.

Der hat diesmal in positiver Sicht die Qual der Wahl, muss die 14 Akteure für heute Abend aus dem aktuell 17 Spieler umfassenden Kader auswählen, da alle fit sind und die A-Jugend spielfrei hat. So sind neben Saul und Zimmermann auch Tomasz und Maciej Gebala dabei, dürfte der wiedergenesene Rechtsaußen André Czech zumindest Kurzeinsätze bekommen.

Auf alle Fälle wird das heutige Spiel im hessischen Landkreis Offenbach nicht nur aufgrund der weiten Reise alles andere als ein Zuckerschlecken. "Die HSG ist über Jahre gewachsen und praktisch zusammen geblieben, zudem sehr heimstark. Mit ihrer offensiven 3-2-1-Abwehr werden sie versuchen, uns das Leben schwer zu machen", warnte Wiegert seine noch verlustpunktfreien Schützlinge schon mal vor.