Halberstadt l Am 13. und damit drittletzten Hinrunden-Spieltag der Regionalliga steht Germania Halberstadt vor einem echten Prüfstein. Mit dem ZFC Meuselwitz kommt der Tabellenletzte ins Friedensstadion. Anpfiff ist Sonntag um 13.30 Uhr.

Die Gäste können vor dieser Partie als eine "harte Nuss" bezeichnet werden, weil die Thüringer nach dem Trainerwechsel vor wenigen Tagen (Dietmar Demuth kam für Marco Kämpfe/d.Red.) nun als durchaus unberechenbar einzuordnen sind. Erst recht, weil der ZFC am vergangenen Wochenende seinem neuen Cheftrainer mit dem 2:0 gegen Union Berlin II einen perfekten Einstand schenkte. Zuvor standen in elf Ligabegegnungen fünf Punkte zu Buche.

Schon einmal in dieser Hinserie machte die Germania Bekanntschaft mit einem Team, das unmittelbar vor dem Aufeinandertreffen wegen Erfolglosigkeit den Trainer ausgetauscht hatte. In Jena gab es Ende August eine 0:1-Niederlage. VfB-Trainer Achim Hollerieth rechnet damit, dass der "Trainereffekt" beim ZFC noch nicht verpufft ist. "Es ist davon auszugehen, dass die Meuselwitzer nach dem 2:0 gegen Union wieder Hoffnungen schöpfen und sehr ehrgeizig auftreten werden. Grundsätzlich gilt aber für uns, dass es völlig wurscht ist, ob es gegen eine Mannschaft aus dem oberen oder unteren Tabellenbereich geht, wir wollen die drei Punkte hierbehalten."

Hollerieth verfolgte die Demuth-Premiere in Meuselwitz, sah vor allem einen gefährlichen und bulligen Mittelstürmer Junior Torunarigha. der VfB-Coach: "Konditionelle Probleme macht er mit klaren Aktionen zum Tor wett. Ihm und auch den anderen Feldspielern dürfen wir keinen Raum lassen."

Germania-Keeper Pascal Nagel quälte sich diese Woche mit einem Magen-Darm-Infekt herum, trainiert aber seit Donnerstag wieder mit. Beim Wiedersehen mit seinem letztjährigen Ersatzkeeper Andreas Naumann will er unbedingt einsatzbereit sein.