Magdeburg l Nach dem dritten Sieg in Folge hat Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg einen gewaltigen Satz von Rang acht auf drei gemacht und wieder Tuchfühlung zur Spitze. Bis zum neuen Tabellenführer Wacker Nordhausen ist der Rückstand mit acht Punkten jedoch weiter immens.

So tun die Elbestädter gut daran, den Ball weiter flachzuhalten, wenngleich der jüngste 1:0-Auswärtssieg beim BFC Dynamo deutlich gemacht hat: Mit dem FCM ist wieder zu rechnen. Zumal endlich auch die schwarze Serie im Berliner Jahnsportpark beendet werden konnte (Volksstimme berichtete). "Ich war immer nah dran an der Mannschaft und wusste, dass sie intern die nötige Kraft besitzt, aus dem zwischenzeitlichen Tief wieder herauszukommen", sagte Sportchef Mario Kallnik.

Auch in Berlin hatten die Defensivkräfte Felix Schiller und Silvio Bankert - beide längere Zeit verletzt und schmerzlich vermisst - großen Anteil am dritten Sieg ohne Gegentor. Und was dann doch aufs Tor kam, landete bei einem erneut fehlerfreien Keeper Jan Glinker, den auch Schmährufe der BFC-Fans kaltließen.

Und in der Offensive hat Christian Beck seine Ladehemmung abgelegt - ebenfalls ein Garant für den Aufwärtstrend. "Wir sind in den letzten Wochen noch enger zusammengerückt und haben jetzt auch das nötige Quäntchen Glück, das uns vorher mitunter gefehlt hat", nannte der 26-Jährige zwei Ursachen für den Lauf mit neun Punkten und 10:0 Toren. Für die Zukunft blickt der Torjäger vorsichtig optimistisch nach vorn: "Wir müssen weiter unsere Hausaufgaben machen und hoffen, dass die anderen patzen." Die anderen, das sind Nordhausen und auch der FSV Zwickau, die weiterhin die Liga dominieren.

Auch Mittelfeldakteur Niklas Brandt äußerte sich eher zurückhaltend, was die nächsten Aufgaben anbetrifft: "Es ist zwar eine Floskel, aber in unserer Situation können wir wirklich nur von Spiel zu Spiel schauen. Natürlich sind die jüngsten Erfolge ermutigend, aber der Abstand ist weiterhin so groß, dass sich Gedanken um Platz eins oder ähnlichen Dingen einfach verbieten."

Bis zur Winterpause muss der FCM noch dreimal ran - allesamt gegen Konkurrenten aus Berlin. Seit Sonnabend geht die Mannschaft damit deutlich entspannter um als vorher. Das gilt auch für Trainer Jens Härtel ("Wir haben in der Vergangenheit so viel auf die Fresse gekriegt, da darf ein solches Spiel auch mal in unsere Richtung laufen"), der eine Mannschaft sah, die gerade im Spiel nach vorne Schwächen offenbarte, die aber bis zum Schluss konzentriert und diszipliniert blieb und sich darüber hinaus als echtes Team präsentierte - und die die Tabellenspitze zumindest wieder in Sichtweite hat.