Halberstadt l Das 0:2 zwischen Halberstadt und ZFC Meuselwitz war für Gästetrainer Dietmar Demuth ein besonderer Tag. Er schaffte das Kunststück, in einer Halbserie der Fußball-Regionalliga mit zwei Vereinen gegen Germania zu gewinnen. Am ersten Spieltag hatte er nämlich mit dem Berliner AK bereits mit 1:0 gesiegt. Diesmal war für den Coach war vor allem der Einsatz seiner Elf entscheidend für den Erfolg im Friedensstadion: "Nur so geht es im Abstiegskampf", sagte Demuth am Sonntag.

Weniger glücklich verlief die Bilanz seines Gegenübers, Achim Hollerieth. Der entschuldigte sich für das, was seine Elf abgeliefert hatte. "Die Unzufriedenheit ist absolut verständlich. Das war definitiv zu wenig. Bis auf den Pfostenschuss von Florian Beil hatten wir keinen Zugriff. Die Gegentore dürfen so nicht passieren", meinte der VfB-Coach. Um so mehr ärgerte ihn, erneut eine Chance vergeben zu haben, sich deutlich vom Tabellenkeller und der direkten Konkurrenz abzusetzen. "Immer wenn wir die Möglichkeit dazu haben, zeigen wir eine enttäuschende Leistung." Ratlos blickte Stephan Grabinski, Sportlicher Leiter des VfB, auf die Niederlage zurück: "Wir haben die Chance zum 1:0, merken, dass es funktioniert. Stattdessen ist nach dem Gegentor aus dem Nichts Ende im Gelände, fehlt der Pep."

Positive Ablenkung verschafft da die Auszeichnung mit dem "Grünen Band" des Deutschen Olympischen Sportbundes. Der Verein wird am heutigen Dienstag für seine gute Nachwuchsarbeit ausgezeichnet.