Halberstadt l Der VfB Germania Halberstadt hat zum zweiten Mal nach 2002 in der Sparte Fußballnachwuchs "Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein" überreicht bekommen. Das "Grüne Band" ist mit einem Förderpreis in Höhe von 5 000 Euro verbunden.

Dem feierlichen Anlass entsprechend war die Liste der Gäste lang (siehe Infokasten). Einige der "Hochkaräter" wie zum Beispiel Wolfgang Niersbach und Helmut Sandrock (Deutscher Fußball-Bund) oder Andreas Silbersack (LSB-Präsident) konnten allerdings nicht teilnehmen. Sie wurden vom FSA-Präsidenten Erwin Bugar vertreten. Dieser gratulierte dem VfB Germania und unterstrich, dass "Geld allein keine Tore schießt, daher ist die Förderung und Ausbildung der Talente so wichtig".

Gastgeberin Beate Gräbe freute sich, dass diese Veranstaltung in "ihren" Räumlichkeiten des HaWoGe Spielemagazins stattfand. "Wir haben uns extra mit der Fertigstellung beeilt", meinte sie mit einem Lächeln bezüglich der Neueröffnung vor wenigen Tagen am 21. Oktober. Sie nahm Bezug zum Zitat von Germanias Ehrenpräsident Wolfgang Bartels ("Die Kinder von der Straße holen"), das gleichzeitig als Grundstein für die Bewerbung der Halberstädter diente. "Kinder sind unser höchstes Gut und die einzige Verbindung in unsere Zukunft." Nicht ohne Stolz berichtete sie außerdem vom Fußballzimmer vor Ort, das mit dem Logo des VfB Germania ausgestattet ist.

Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke machte klar, dass dieser Termin "zweifellos der schönste an diesem Tag ist". Das Stadtoberhaupt lobte die reichhaltige Vereins-tätigkeit in Halberstadt, das große Engagement der Mitmenschen nicht nur im Sportbereich. Gleichzeitig ging er speziell auf den VfB Germania und einer aktuellen Problematik ein. "Mittlerweile gibt es hier so viel Nachwuchs, dass der Verein an seine Grenzen stößt. Da freut es mich um so mehr, dass diese erfolgreiche Förderung geehrt wird." Henke betonte abschließend, dass er "sehr froh ist, so einen Verein in Halberstadt zu wissen".

Henning Rühe, Präsident des KreisSportBundes Harz, vergaß zu diesem Anlass nicht, die vielen Ehrenamtlichen und Freiwilligen zu erwähnen. "Akquise und Verantwortung übernehmen - diese Aufgaben stehen immer auf dem Prüfstand und müssen hoch angerechnet werden." Rühe lobte die Arbeit des Vereins: "Der VfB Germania ist ein Aushängeschild der Region. Dazu haben die vielen Übungsleiter, Eltern und Großeltern beigetragen." Detlef Rutzen vertrat den Fußball-Kreisverband und damit insgesamt 85 Vereine im Harzkreis. Rutzen sprach vom "Leuchtturm" Germania, der "so stabil geworden ist, dass er so leicht nicht mehr ins Wanken gerät". Dass beim VfB nicht nur Halberstädter Fußballer, sondern junge Spieler aus der gesamten Region aktiv sind, machte der KFV-Chef deutlich. "Da steht eine breite Basis dahinter, alle Vereine im Harz dürfen sich ein Stück weit mitgenommen fühlen. Das ist gelebte Kooperation." Abschließend nannte er mit Leistungszentrum-Chef Thomas Waldow den Trainer, mit dem die Talenteausbildung in Halberstadt sehr eng verbunden ist. "Seine Arbeit ist beispiellos, er wurde als Trainer Landesserienmeister und gibt die Erfahrungen weiter. So hat er zum Beispiel rund 250 Nachwuchsübungsleiter ausgebildet. Das `Grüne Band` ist auch sein Verdienst."

"Wir haben eine ganze Menge erreicht", freute sich Germanias Vereinsoberhaupt Olaf Herbst. "Ich sehe diese Auszeichnung gleichzeitig als Verpflichtung, uns weiterzuentwickeln. Mit dem Nachwuchs werden wir Geschichte schreiben." Abteilungsleiter Frank Butzke richtete seinen Dank in erster Linie an die Ehrenamtlichen. "Danke für eure Arbeit Woche für Woche." Auch er interpretierte die Auszeichnung als Motivation für mehr. "Das ist sicher kein Ruhekissen, wir machen weiter!"

Nachwuchskoordinator Holger Eheleben dankte den rund 250 Jungen und Mädchen in den 17 Mannschaften des Klubs, "ihr vertretet diesen Verein", und sprach auch die umliegenden Vereine an. "Ihr geht in Vorleistung, dafür herzlichen Dank." Die 5 000 Euro sollen mit in die tägliche Arbeit, wie Trainer-Honorare, Fahrtkosten-Abrechnung und andere Spielbetriebskosten einfließen.

   

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