Magdeburg l Der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) ist auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer fündig geworden. Steffen Dauter (38 Jahre) tritt zum 1. Januar die Stelle als Nachfolger von Klaus Decker (62) an, der im Sommer nach 14 Jahren ausgeschieden war. "Mit der Bestellung von Steffen Dauter zum Geschäftsführer ist der personelle Umbau unserer Geschäftsstelle nahezu abgeschlossen. Wir erhoffen uns von Dauter eine weitere Professionalisierung und eine Stärkung des Dienstleistungscharakters", sagte FSA-Präsident Erwin Bugar am Donnerstag der Volksstimme.

Dauter setzte sich unter den fast zwei Dutzend Bewerbungen vor allem mit seinen Kenntnissen in Sachen Vereinsarbeit und Vereinsvermarktung durch. Der studierte Betriebswirt und Sportmanager, der aus der Nähe von Genthin stammt und derzeit bei der Agentur "Triceps" in Nordrhein-Westfalen tätig ist, arbeitete im Fußball schon für Arminia Bielefeld und Hertha BSC Berlin, im Handball beim OSC Rheinhausen sowie beim Landessportbund Nordrhein-Westfalen. "Ich denke, von seiner Biografie und beruflichen Erfahrung können wir profitieren", sagte Bugar weiter.

Vom Tisch sind für Bugar und das FSA-Präsidium inzwischen auch Versäumnisse in der Finanzverwaltung des Verbandes. Mangelhafte Amtsführung von Schatzmeister Frank Rüdrich und ein Verlust von 50 000 Euro lautete der Vorwurf in einem anonymen Schreiben, das der Volksstimme vorliegt. "Es stimmt, dass im Zuge der Umstrukturierung der Geschäftsstelle durch unser verbessertes Controlling offene Posten aufgetaucht sind. Der größte Teil der Beträge ist inzwischen beigebracht", sagte Bugar. Eine Summe wollte der FSA-Präsident nicht nennen. Bugar stärkte Rüdrich, der seit über 20 Jahren Schatzmeister ist, stattdessen den Rücken: "Ihm Vorwürfe zu machen, wäre vermessen. Er arbeitet engagiert und akribisch und muss sich als Ehrenamtler auf das Hauptamt verlassen können."

Bugar zeigte sich auch zuversichtlich, demnächst mit der Vermarktungsfirma SAS, einer Tochter des Landessportbundes Sachsen-Anhalt, eine Rückführung eines Ende der 90er Jahre vom FSA ausgereichten Darlehens zu erreichen. Hier geht es um rund 250 000 Euro. "Wir sind dabei, das Problem kurzfristig und endgültig zu lösen", sagte Verbandspräsident Bugar.