Magdeburg l Einen bitteren Beigeschmack hat dieser Erfolg aber, denn schon im ersten Satz zog sich Mannschaftskapitän Gunnar Griep bei einem Sprungaufschlag wahrscheinlich einen Muskelfaserriss in der rechten Wade zu und dürfte damit in diesem Jahr bei den noch ausstehenden Punktspielen nur Zuschauer sein.

Im Spiel selbst hatten die Magdeburger sich immer wieder durch Nachlässigkeiten selbst unter Druck gesetzt, machten so zumindest den ersten und den letzten Satz bis zum Ende spannend.

So sah sich Trainer Matthias Waldschik im ersten Durchgang beim Stand von 6:11 nach dem fünften Angriffsfehler erstmals zu einer Ansprache an seine Akteure genötigt. Der Coach hatte offensichtlich die richtigen Worte gefunden, denn beim 12:12 waren die Gastgeber wieder dran. Robert Engel, der insgesamt einen guten Eindruck hinterlassen hatte, sorgte mit einer Aufschlag-serie für Druck und auch seine Mitspieler machten jetzt Nägel mit Köpfen.

Dann folgte mit der Verletzung von Griep noch einmal eine kurzzeitige Denkpause, doch Steffen Hockarth vertrat den verletzten Mannschaftskapitän in der Folge sehr gut und nach dem 19:20 zogen die Hausherren mit guten Aktionen von Ebeling und Maaß im Außenangriff bzw. beim Block bis zum Satzende durch.

Der zweite Satz war vom Ergebnis her zwar sehr deutlich, aber auch hier gab es ein Auf und Ab bei den Elbestädtern. Nach einer 7:3-Führung des USC waren die Gäste beim 13:13 wieder dran, ehe die Hausherren nach einem 12:4-Lauf, jetzt unter der Regie von Torsten Stöter, die 2:0-Satzführung klar machten.

Der Schlusssatz war dann wieder bis zum Satzende völlig offen. Beide Teams leisteten sich dabei zahlreiche Fehler, und Licht und Schatten wechselten von Aktion zu Aktion. Erst zwei selbstbewusste Aktionen der Gastgeber machten am Ende den glatten Zu-Null-Erfolg perfekt. Damit steht der USC kurz vor dem Abschluss der Hinrunde besser da, als zu erwarten gewesen wäre.

USC: Abramow, Duvigneau, Ebeling, Engel, Glücklederer, Griep, Hockarth, Maaß, Mück, Petereit, Schmidt, Stöter