Magdeburg l Die Zahl der Dauerverletzten beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg ist derzeit überschaubar. Und wenn Trainer Jens Härtel am Donnerstag und Freitag zu jeweils zwei Übungseinheiten bittet, wird der Trainingsplatz noch etwas voller als sonst sein: Mit Paul Milde und Julian Ratei stellen sich zwei neue Spieler vor, die auf einen Vertrag beim ambitionierten Viertligisten hoffen.

"Wir sondieren einfach den Markt, immer", sagte Sportchef Mario Kallnik am Mittwoch. Ratei ist derzeit vereinlos. Der 26-Jährige spielte zuletzt bei Zweitliga-Aufsteiger Darmstadt 98, ist beidfüßig und könnte eine Alternative als Außenverteidiger sein. Paul Milde steht noch bis 2016 bei Dynamo Dresden unter Vertrag. Der 19-Jährige kam aber beim Zweitliga-Absteiger in dieser Saison erst zu einem Einsatz in der 3. Liga. Mildes "Zuhause" ist das Mittelfeld. Zunächst sollen sich beide bis Freitag vorstellen und im Training auf Herz und Nieren geprüft werden.

Finanziell seien beide Transfers "auf jeden Fall" machbar, so Kallnik. Durch die Einnahmen aus den DFB-Pokalspielen sowie einem überdurchschnittlichen Besuch in den Punktspielen sei Spielraum vorhanden. Zudem äußerte Kallnik die vage Hoffnung, dass der vor einigen Wochen aussortierte Christopher Reinhard in der Winterpause von der FCM-Gehaltsliste verschwinden könnte. "Wir werden unsere Verträge aber immer erfüllen", betonte Kallnik zugleich.

Mit Interesse beobachtet Kallnik übrigens die weitere Entwicklung um Liga-Konkurrent VFC Plauen, der Anfang der Woche einen Insolvenzantrag stellen musste. Sollte das Insolvenzverfahren vor dem 27. Spieltag der Regionalliga Nordost eröffnet werden, hätte dies weitreichende Folgen, da in diesem Fall die Ergebnisse der Vogtländer gestrichen würden. Und das könnte im Meisterschaftskampf mit entscheidend sein. Denn während Spitzenreiter Nordhausen gewann, spielten Zwickau und der FCM jeweils Unentschieden und könnten so am grünen Tisch zwei Punkte auf den Herbstmeister gutmachen. "Die Situation bringt die Liga in eine missliche Situation. Wenn es so kommt, nehmen wir das aber mit", sagte Kallnik.

Bilder