Magdeburg/Doha (dh/dpa) l Für Franziska Hentke wird es am heutigen Sonnabend bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Doha (Katar) wieder ernst: Am Vormittag startet die 25-Jährige vom SC Magdeburg im Vorlauf über 100 Meter Schmetterling. Das ist nicht ihre Paradedistanz, sie wird nicht unter den besten 20 Athleten geführt im Ranking des Welt-Schwimmverbandes Fina. "Da kann ich nur gewinnen", sagte Hentke gestern entspannt und voller Vorfreude. Ihr Ziel ist eine neue Saisonbestzeit, die bisherige steht bei 58,64 Sekunden.

Hentke hat ihren Beitrag zu einem positiven Abschneiden des Deutschen Schwimmverbandes (DSV), der kein Medaillenziel vorgegeben hatte, bereits geleistet mit Bronze über 200 Meter Schmetterling am Mittwoch. Freitag zog nun Marco Koch mit der zweiten DSV-Medaille nach: Der Darmstädter wurde Vizeweltmeister über 200 Meter Brust. In 2:01,91 Minuten musste sich der Langbahn-Europameister nur Olympiasieger Daniel Gyurta (Ungarn/2:01,49) geschlagen geben. "Ich hätte gedacht, dass man schneller schwimmen muss, um zu gewinnen. Ich habe einfach noch nicht den richtigen Wumms", erklärte Koch, den nach der WM eine Leisten-Operation erwartet.

Neben Koch hatten sich zudem Philipp Heintz über 200 Meter Lagen und die deutsche Damen-Staffel über 4x100 Meter Freistil ins Finale gekämpft. Heintz schlug beim Sieg von Kosuke Hagino (Japan/1:50,47) als Fünfter in persönlicher Bestzeit von 1:52,81 Minuten an. Die Frauen um Schlussschwimmerin Daniela Schreiber (Halle) belegten den achten Platz beim Sieg mit neuem Weltrekord der Niederländerinnen (3:26,53 Minuten).

Auf die Jagd nach den schnellsten Zeiten ist auch Katinka Hosszu (Ungarn) in Doha gegangen: Wie bei ihren Siegen über 100 und 200 Meter Rücken schwamm die 25-Jährige über 100 Meter Lagen zu Gold mit Weltrekord (56,70 Sekunden). Insgesamt sind bereits zwölf Weltbestmarken im Hammad Aquatic Center aufgestellt worden.