Halberstadt l Für den Berliner AK hat die Bescherung schon vorzeitig stattgefunden. Da der VfB Germania Halberstadt nicht nur an jeden Zuschauer einen Schokoladen-Weihnachtsmann verschenkte, sondern auch die Gäste aus Berlin in Form von Torvorlagen beschenkte, trat das Team von Trainer Özkan Gümus mit einem 5:2 (3:1)-Sieg die Heimreise an. Die Zeit der Geschenke begann bereits in der neunten Minute: Nach einem eher harmlosen Pass von Marcus Mlynikowski waren sich Florian Beil und Keeper Pascal Nagel nicht einig, Paul Grischok schob das Leder als lachender Dritter ins leere Germania-Tor.

Danach hinterließ der Gastgeber über weite Strecken den besseren Eindruck, war drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Die beste Chance resultierte aus einer Kombination über Telmo Teixeira, Jan Nagel und Ivan Ristovski, der Treffer zählte aber wegen Abseits nicht (20.). Fünf Minuten später war die Germania-Abwehr erneut nicht im Bilde. Nach Pass von Henning Lichte tauchte Karim Benyamina frei am Strafraum auf und vollendete im Grätschen zum 0:2.

Und wenn es erstmal läuft, dann richtig. Das dachte sich auch Christian Skoda, als er nach 29 Minuten nach einer Kopfballabwehr zum Schuss kam. Mit einem Traumtor in den linken oberen Winkel legte er den dritten Treffer für den BAK nach. Fünf Minuten später gab es dann wieder einen Hoffnungsschimmer für die Platzherren. Nach starkem Ristovski-Pass schloss Telmo Teixeira überlegt zum 1:3 ab.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit war das Bemühen der Halberstädter um eine Wende deutlich zu erkennen. Kevin Schlitte (55.) und Frederic Schütze (56.) verfehlten jeweils knapp per Kopfball. Ein weiterer Aussetzer versetzte der Germania den nächsten Nackenschlag, der gerade eingewechselte Rubic Ghasemi-Nobakht brauchte nach Grischok-Zuspiel nur einzuschieben (68.). Die Moral der Halberstädter war ungebrochen, im zweiten Anlauf köpfte Frederic Schütze den Ball unhaltbar in den Winkel (73.). Vielleicht wäre den Halberstädtern tatsächlich noch die Wende gelungen, wenn der Rettungsversuch von Christian Siemund vor dem einschussbereiten Christopher Kullmann im eigenen Tor gelandet wäre. Doch Keeper Tom Schmidt parierte stark (84.). Stattdessen legten die Berliner sogar noch zum 2:5 nach, als Karim Benyamina eine Unachtsamkeit nutzte und Ghasemi-Nobakht mustergültig bediente (87.).

Germania Halberstadt: P. Nagel - Schlitte, Buntschu, Meier, Beil (46. Schütze) - Labisch, Schubert (61. Kullmann) - Fraus, Teixeira, J. Nagel (61. Eggert) - Ristovski

Berliner AK: Schmidt - Lichte, Yigitoglu, Siemund, Corbin-Ong - Skoda, Kapan (46. Turan) - Grischok, Tunay (64. Ghasemi-Nobakht), Mlynikowski (86. Uslucan) - Benyamina

Schiedsrichter: Herde (Dresden). Zuschauer: 363. Tore: 0:1 Grischok (9.), 0:2 Benyamina (25.), 0:3 Skoda (29.), 1:3 Teixeira (34.), 1:4 Ghasemi-Nobakht (68.), 2:4 Schütze (73.), 2:5 Ghasemi-Nobakht (87.)

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