Doha/Magdeburg l Sie war traurig, das hörte man mit jedem Wort. Selbst die Saisonbestzeit konnte sie nicht trösten. In 58,58 Sekunden war Franziska Hentke vom SC Magdeburg aus dem Wettbewerb über 100 Meter Schmetterling am Sonnabend geschwommen - Platz 22. "Das ist viel zu langsam", sagte sie nach dem Vorlauf bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Doha (Katar). Zu langsam war vor allem die zweite Hälfte der Distanz, und die erste "bin ich zu aufwändig geschwommen", lautete das Ergebnis ihrer Analyse. Besonders schnell wiederum schwamm die Siegerin Sarah Sjöström (Schweden), die mit 54,61 Sekunden einen Weltrekord aufstellte.

Zu den insgesamt 23 Siegern mit Weltbestzeit gehörte auch Markus Deibler (Hamburg): Der 24-Jährige gewann am Sonntag die 100 Meter Lagen in 50,66 Sekunden und holte damit das einzige Gold für den Deutschen Schwimmverband (DSV) in Doha. Außerdem schwamm Dorothea Brandt (Essen) mit dem dritten Rang über 50 Meter Freistil in 23,77 Sekunden zur ersten WM-Medaille ihrer Karriere. Das war Hentke bereits mit Bronze zum Auftakt der Titelkämpfe über 200 Meter Schmetterling gelungen.

Und noch mehr: Die 25-Jährige war ebenfalls am Sonntag ein Teil der 4x100-Meter-Lagenstaffel. Und obwohl es dem Team mit Jenny Mensing, Vanessa Grimberg, Hentke und Annika Bruhn nur zu Rang acht reichte beim Sieg der Däninnen, kehren sie mit einem deutschen Rekord zurück in die Heimat. In 3:55,29 Sekunden schlugen die vier Mädels an.