Magdeburg l Der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) rüstet in seiner Geschäftsstelle personell weiter auf. Nach der Berufung von Steffen Dauter zum neuen Geschäftsführer (Volksstimme berichtete) verstärkt ab 1. Januar auch Maik Tränkler als stellvertretender Geschäftsführer das Team. Hauptsächlich wird Tränkler für die Lizenzverwaltung und das Personalmanagement verantwortlich sein, schreibt FSA-Vizepräsident Matthias Albrecht in einem Brief, der der Redaktion vorliegt.

"Wir sind einer der letzten Landesverbände gewesen, der bislang keine Stelle für die Lizenzverwaltung geschaffen hatte", sagte am Donnerstag FSA-Präsident Erwin Bugar.

Ihm und dem Präsidium wird verbandsintern und in anonym verbreiteten Schreiben, die der Volksstimme vorliegen, "Vetternwirtschaft" bei der Stellenbesetzung vorgeworfen. Tränkler wurde ohne das übliche Ausschreibungs- und Auswahlverfahren eingestellt. Bugar: "Wir hatten Druck vom Deutschen Fußball-Bund und haben das Problem gelöst", erklärte er auf Anfrage. Die Schaffung einer Stelle für die Lizenzverwaltung sei unumgänglich gewesen. "Wir erhöhen damit in der Geschäftsstelle die Serviceleistungen für unsere Kreisverbände und Vereine, die davon profitieren", erklärte Bugar.

Gleichzeitig steigen aber die Gebühren für die Nutzung des DFBnet von 30 auf 96 Euro im Jahr, was im Verband kon-trovers diskutiert wurde. "Wir haben gegen die Erhöhung gestimmt. Es werden zu viele Kosten auf die Vereine umgelegt. Wenn der DFB eine Stelle für die Lizenzverwaltung will, sollte er sie auch bezahlen", sagte Roland Schulz, Präsident des Stadtfachverbandes Magdeburg. Gleichzeitig lobte Schulz das DFBnet, eine Art soziales Netzwerk für den Fußball: "Wenn es richtig genutzt wird, bietet es sehr viele Vorteile."

Mit den Einstellungen von Dauter und Tränkler sei der Umbruch in der FSA-Geschäftsstelle abgeschlossen, so Bugar.