Magdeburg l Dem unterirdischen Spiel musste Dimitris Polychroniadis frühzeitig ein Ende setzen, schon nach fünf Minuten im ersten Viertel nahm der Trainer der Otto Baskets des BBC Magdeburg am Donnerstagabend die erste Auszeit. Aber er erklärte seinen Spielern nicht die Welt des Basketballs, er brüllte und fluchte die bösen Geister aus ihren Köpfen. Die Geister wehrten sich hartnäckig, aber die Magdeburger konnten sie letztlich besiegen - und die Hertener Löwen außerdem. Mit einem 90:74 (22:26, 13:8, 21:24, 34:16) gewannen sie in der 2. Bundesliga Pro B. Andre Gillette mit 26 und Steven Monse mit 21 Punkten waren die besten Werfer der Baskets.

Die 200 Zuschauer in der Gieseler-Halle sahen den schnellsten Treffer der Ottos in dieser Saison, nach nur vier Sekunden und einem Pass von Chris Frazier markierte Gillette mit einem Leger das 2:0. Es sollte lange Zeit die letzte Führung bleiben. Der Ball tanzte oft genug auf dem Korb der Hertener, aber er fiel zu selten durchs Netz. Die Gäste hatten vor allem aus der Distanz zu leichtes Spiel: Bis zum 27:32 (15.) versenkten DeShaun Cooper und Co. acht Dreier - ehe der Knoten auch bei Chris Frazier platzte. Er traf zum 30:32, er traf zum 35:32, mit 35:34 führten die Ottos zur Pause.

Aber auch nach dem Wechsel lieferten sich Gastgeber und Löwen einen offenen Schlagabtausch, obwohl Frazier weiter mit Dreiern glänzte. Der Ex-Magdeburger Felix Neumann brachte Herten erneut in Front (52:54/28.). Sechseinhalb Minuten vor dem Ende aber hatten die Magdeburger die Partie endgültig zu ihren Gunsten gedreht. Steven Monse erst per Dreier, dann mit zwei Zweiern und einem Freiwurf traf zum 68:62. Und diese Führung bauten die Ottos bis zum Ende aus, weil auch kein "Löwe" mehr in der Offensive brüllte.