Oberhof (dpa) | Deutschlands Rodel-Olympiasieger haben auch den Weltcup in Oberhof dominiert und einen souveränen Dreifach-Erfolg gefeiert. Felix Loch, Natalie Geisenberger und die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt waren wie schon jüngst in Königssee nicht zu bezwingen. "So langsam fahren wir uns ein für die WM", sagte Loch im Hinblick auf die in einem Monat stattfindenden Titelkämpfe in Sigulda/Lettland. Der Berchtesgadener gewann am Samstag dank zweier Bahnrekorde vor Andi Langenhan und dem Amerikaner Chris Mazdzer und baute mit dem 22. Weltcupsieg die Führung in der Gesamtwertung aus.

Der Thüringer Langenhan war nicht der einzige, den der zweite Rang nur bedingt erfreute. Bei den Frauen verpasste Tatjana Hüfner am Sonntag vor Freunden, Fans und Familie den Sieg gegen Dauerrivalin Geisenberger. Diese untermauerte mit dem sechsten Saisonerfolg im siebten Rennen ihre Super-Form. Auf Rang drei fuhr Dajana Eitberger, Anke Wischnewski wurde Fünfte.

Bei den Doppelsitzern verwehrten Wendl/Arlt den Lokalmatadoren Toni Eggert und Sascha Benecken den Heimsieg und machten im Gesamtranking Boden auf ihre Teamkollegen gut. "Es ist schon sehr schmerzhaft", sagte Benecken, "wir haben es verschenkt." Die Gewinner, die mit dem 26. Weltcupsieg auf Rang drei der ewigen Bestenliste kletterten, hatten Mitleid. "Das nagt an einem", sagte Wendl, der die Niederlage auf Rivalen auf deren Bahn mit einem "Schlag ins Gesicht" verglich.