Magdeburg (ut) l Für Bundestrainerin Silvia Neid ist der DFB-Hallenpokal ein Pflichttermin. So auch bei der letzten Auflage am Sonnabend. "Es ist all die Jahre ein schönes Event gewesen und eine prima Gelegenheit, alle zu treffen. Dass sich die Vereine dagegen ausgesprochen haben, künftig nach Futsal-Regeln zu spielen, möchte ich nicht bewerten", sagte die 50-Jährige.

Für den Höhepunkt 2015, die Frauen-WM in Kanada (6. Juni bis 5. Juli), erwartet die Bundestrainerin "ein Turnier auf Augenhöhe". Die Endrunde werde auch wegen der Reisen, der kurzen Vorbereitungszeit und des Kunstrasens eine besondere Belastungsprobe. "Das Halbfinale wäre schon ein Riesenerfolg", erklärte Neid, für die aufgrund der kurzen Vorbereitung ab dem 18. Mai vor allem die Grundlagenausdauer der Spielerinnen am Saison-ende immens wichtig ist: "Wir gehören zwar immer zum Favoritenkreis, aber wenn wir hier Defizite haben sollten, wird es schwer."

Zudem hofft sie auf die rechtzeitige Rückkehr von lange verletzten Spielerinnen wie Weltfußballerin Nadine Keßler, Saskia Bartusiak, Lena Lotzen oder Leonie Maier: "Ich bin guter Dinge, dass alle rechtzeitig fit werden." Weltfußballerin Keßler erklärte dazu im Aktuellen Sportstudio: "Ich hoffe, dass ich meiner Mannschaft in etwa zwei Monaten wieder zur Seite stehen kann. Das wäre mein Wunschplan."

Managerin Doris Fitschen versprach in Magdeburg: "Wir werden top vorbereitet ins Turnier gehen und alles tun, um erfolgreich zu sein. Allerdings ist es auch eine Riesenherausforderung für uns - allein schon wegen der fünf verschiedenen Zeitzonen in Kanada."