Magdeburg l Das mit Erinnerungsstücken aus Hans-Georg Moldenhauers 73-jährigem Sportlerleben bis unter die Decke gefüllte Arbeitszimmer ist um eine Auszeichnung reicher. Der langjährige Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes und ehemalige Torhüter des FCM-Vorgängers SC Aufbau Magdeburg ist seit Freitagabend nun auch im Besitz der höchsten Ehrung des Fußball-Verbandes Sachsen-Anhalt (FSA), des "FSA-Diamanten". Präsident Erwin Bugar verlieh das teure Stück auf dem Neujahrsempfang des FSA im Magdeburger Elbwerk erst zum vierten Mal. Zuvor hatte Manfred Maas, Chef der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, in seiner Laudatio Moldenhauers Lebenswerk Revue passieren lassen.

Bugar, Chef von rund 90 000 fußballspielenden Mitgliedern aus 835 Vereinen Sachsen-Anhalts, nannte die gewachsene Zahl von mittlerweile 4280 im regelmäßigen Spielbetrieb befindlichen Mannschaften, bedankte sich bei den Tausenden ehrenamtlichen Helfern, Trainern und Sponsoren zwischen Arendsee und Zeitz und sagte: "Ohne sie wäre das sportliche Leben nicht denkbar." Vorgestellt wurde auch das neue Logo des FSA - mit den Worten "Fußballverband Sachsen-Anhalt", den Initialen FSA, einer gelben Fläche im Innenkreis sowie einem schwarzen Rahmen.

Auch DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel schlug vor den rund 100 Gästen eine Bresche für die Basisarbeit im deutschen Fußball: "Die Ehrenamtler leisten eine wichtige Arbeit" und bat die Sponsoren, den ehrenamtlich Tätigen "den Rücken zu stärken". Grindel erhärtete den Wunsch, den Zusammenhalt zwischen Profis und Amateuren zu verbessern: "Ohne die Millionen Amateure sind die Profis nichts."

Mit starkem Applaus honorierten die Gäste die Ausführungen von Sportminister Holger Stahlknecht, der sagte: "Es ist richtig und wichtig, Geld in die Hand zu nehmen, um die Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit zu unterstützen und nicht, um damit Polizei-Einsätze zu finanzieren."