Magdeburg l Philipp Stachula musste nicht viel mehr schrei-ben: "Kreuzbandriss, Saison ist für mich zu Ende", tippte der 27-jährige Kapitän der Otto Baskets des BBC Magdeburg am Dienstag nach der Auswertung seiner Untersuchung in der Vogelsang-Klinik ins Telefon und schickte die Nachricht an den Vize-Präsidenten Peter Bogel. Der hatte schon am Vortag das Schlimmste erwartet, und das Schlimmste ist nun eingetreten. Die Magdeburger müssen ohne ihren Point Guard in den nächsten sieben Begegnungen der 2. Bundesliga Pro B um den Einzug in die Play-off-Spiele kämpfen.

"Das wird für uns sehr schwer", meinte Trainer Dimitris Polychroniadis, der nach dem Ausfall von Eddie Johnson (Mittelfußfraktur) und Stachula seinen Kader auf inzwischen nur noch elf Akteure schrumpfen sieht. "Während sich andere verstärken, werden wir weiter geschwächt", erklärte der Coach mit einer Portion Galgenhumor. Trotzdem geht der Kampf des derzeit Tabellenneunten am kommenden Sonnabend bei den Citybaskets in Recklinghausen in die nächste Runde (19.30 Uhr).

Der Ausfall Stachulas ist natürlich ein herber Verlust, auf den sich Polychroniadis in den vergangenen Trainingseinheiten sicherheitshalber bereits vorbereitet hatte. Auf der Regisseurs-Position bleibt ihm nominell nur Jonathan Ghebreigziabiher, aber der 23-Jährige "kann nicht 40 Minuten lang durchspielen", erklärte Polychroniadis. Also hatte der Grieche bereits vor und bei der Niederlage gegen die Eagles Itzehoe am vergangenen Sonntag (57:65) erstmals Joel Mondo als Point Guard probiert. "Aber das braucht seine Zeit", meinte Polychroniadis. Mondo, 26 Jahre, kommt als Small Forward eigentlich über die Flügel.

Polychroniadis wird an Mondo dennoch festhalten, er muss "so schnell wie möglich in diese Aufgabe finden". Und dann, meinte der Trainer, "müssen wir schauen, welche Tricks uns noch einfallen".