Wernigerode (mvo/ige) l Was am Ende ziemlich deutlich aussah, begann zunächst sehr ausgeglichen und spannend. Nach knapp 14 Minuten des Abtastens schoss Markus Piittisjärvi die Gastgeber vor knapp 300 Zuschauern in Führung. Alle glaubten an einen ähnlich knappen Verlauf im zweiten Durchgang. Die schnelle 2:0-Führung konterten die Hamburger mit einem Doppelschlag binnen zwölf Sekunden zum 2:2.

Doch dann folgte ein sensationelles Torfeuerwerk. In weniger als zwölf Minuten versenkten die Red Devils den Lochball neunmal im Netz der Piranhhas, es klingelte also nahezu im Minutentakt. Juha-Pekka Kuittinen traf zur erneuten Führung, Markus Piittisjärvi (2) und Max Riechel legten zum 6:2 nach. In Unterzahl ließ Robert Müller den siebten Treffer folgen. Im weiteren Verlauf des Mitteldrittels legten Vojta Krupicka (2), Robert Müller und Juha-Pekka Kuittinen zur entscheidenden 11:2-Führung nach.

Im letzten Abschnitt machten die Red Devils da weiter, wo sie im vorherigen Durchgang aufgehört hatten: Markus Piittisjärvi erhöhte knapp fünf Minuten nach Wiederanpfiff auf 12:2, erzielte damit seinen fünften Treffer in diesem Spiel und wurde mit drei weiteren Torvorlagen zum "Man of the Match". In den verbleibenden Minuten des Schlussdrittels präsentierte sich das Pokalduell wieder etwas ausgeglichener. Hamburg gab nicht auf und kam zu weiteren Chancen, drei davon nutzten die Piranhhas letztlich zu Toren. Aber auch die Red Devils versenkten noch drei Schüsse im Hamburger Kasten und feierten unter stehenden Ovationen einen souveränen Sieg und den Einzug ins "final4".

Unmittelbar nach dem Abpfiff erfuhren die Red Devils auch ihren Gegner für das Pokal-Halbfinale, das am Sonnabend, 7. März, in Chemnitz steigt. Die Auslosung fand im Anschluss an das Pokalspiel in Weißenfels statt. Zum dritten Mal in Folge treffen die Red Devils im Halbfinale des Pokalwettbewerbs auf den SSF Dragons Bonn, die ihrerseits mit einem knappen 8:7-Sieg gegen die zweite Garde des UHC Sparkasse Weißenfels das Ticket für das "final4" gelöst hatten.

Red Devils: Blume, Severin, Ecklebe - Einecke, R. Müller, Ibold, Fiedler, Piittisjärvi, Krupicka, Löwenberg, Riechel, Kuittinen, Schmidt, Mildner, P. Müller, Ekroos, Lisiecki;

Torfolge: 1:0, 2:0 Markus Piittisjärvi (14:15, 23:35), 2:1 Simon von Kroge (24:16), 2:2 Timo-Toumas Koivisto (24:28), 3:2 Juha-Pekka Kuittinen (28:17), 4:2 Markus Piittisjärvi (28:52), 5:2 Max Riechel (29:30), 6:2 Markus Piittisjärvi (30:41), 7:2 Robert Müller (33:07), 8:2, 9:2 Vojta Krupicka (35:42, 37:15), 10:2 Robert Müller (39:14), 11:2 Juha-Pekka Kuittinen (39:43), 12:2 Markus Piittisjärvi (45:14), 12:3 Jonas Hoffmann (50:19), 13:3 Peter Müller (51:21), 13:4 Marten Bonk (51:36), 14:4 Tom Fiedler (53:20), 14:5 Timo-Toumas Koivisto (58:58), 15:5 Tommy Löwenberg (59:55).