Magdeburg l Ob über eine Auslosung in Sachsen-Anhalt jemals wieder so heiß diskutiert wird wie beim Halbfinale im Fußball-Landespokal? Fest steht jedenfalls: Bei der Wiederholung am Freitagabend, im Rahmen der MDR-Sendung "Sachsen Anhalt Heute" live übertragen, lief nach der Panne vor einer Woche (ein Los war markiert) alles glatt. Und: Magdeburg (mit dem FCM und Preussen daheim) ist der große Gewinner, Halle (mit dem HFC und VfL 96) der Verlierer.

Sollte sich der HFC im nachzuholenden Viertelfinale beim FSV Barleben durchsetzen, muss er in der MDCC-Arena beim FCM antreten (Termin offen). Damit ist ein Finale der beiden Erzrivalen in Halle wie noch im Vorjahr ausgeschlossen.

Verbandsligist Preussen Magdeburg kann sich ebenfalls auf ein Heimspiel freuen. Der VfL Halle 96 wurde zwar am Freitag als erste Mannschaft gezogen, muss als höherklassiges Team (Oberliga) aber auswärts ran.

Zu den genauen Terminen sagte Pokalspielleiter Markus Scheibel: "Barleben hat den Antrag gestellt, gegen den HFC in Magdeburg im Germer-Stadion zu spielen. Diese Partie findet am 29. März statt. Ob einen Tag zuvor, ebenfalls im Germerstadion, Preussen Magdeburg und der VfL Halle gegeneinander antreten können, steht dagegen noch nicht fest, weil an diesem Wochenende ein kompletter Oberliga-Spieltag angesetzt ist."

Auch der Finaltermin, laut Rahmenspielplan der 31. Mai, ist noch offen. Scheibel zum weiteren Vorgehen: "Wir beraten darüber Anfang dieser Woche."

Zu den Gewinnern darf sich im Übrigen auch der MDR zählen, war doch der Sender plötzlich in aller Munde. "Der Landesverband war an uns her-angetreten und hatte darum gebeten, dass die Auslosung live im Fernsehen stattfindet. Diesem Wunsch sind wir gerne nachgekommen, denn dass ein öffentliches Interesse da war, hat die Berichterstattung in den verschiedenen Medien deutlich gezeigt", sagte Sportchef Wolfram Engel.