Chemnitz/Samswegen l Nichts zu holen gab es für das Hebersextett des SSV 1884 Samswegen beim amtierenden deutschen Meister Chemnitzer AC. Vor rund 300 Zuschauern in der Gewichtheberhalle Reichenbrand heimsten die sachsen-anhaltischen Männer zwar viel Zuspruch für ihre ansprechende Leistung ein. Am Ende gab es jedoch einen 727,8:650-Punkte-Erfolg für die Gastgeber, die weiter unangefochten den Staffelsieg in der Bundesliga-Ostgruppe ansteuern.

Dagegen ist nach der überraschenden 653:666-Heimniederlage des Berliner TSC gegen Stralsund/Schwedt der Kampf um Rang zwei zwischen Berlin, Stralsund, Samswegen und Plauen mit aller Schärfe entbrannt.

Hauptgrund für die Samsweger Niederlage war das mit Spannung erwartete und wegen der Verletzung des für Samswegen startenden Tomasz Zielinski ausgefallene Bruderduell mit dem Chemnitzer Olympiasieger Adrian Zielinski. "Wir sind froh, dass Tomasz trotzdem gehoben hat. Allerdings waren mit dem geplatzten Bruderduell all unsere Hoffnungen zumindest auf einen Teilerfolg in Chemnitz zerstoben", so Samswegens Trainer Hartmut Stellmacher, der neben dem Verletzungspech - Markus Krümmer war erst gar nicht am Start, Marc Eckardt hatte Probleme mit der Halswirbelsäule - aber auch die immens hohe Zahl von elf Fehlversuchen als weitere Ursache für die Niederlage anführte.

"Wir haben uns gut verkauft", waren sich SV-Mannschaftsleiter Lutz Witzel und Trainer Günter Schliwka einig. Übereinstimmung herrschte allerdings auch über die Stärke der Sachsen, denn "selbst wenn bei uns alles optimal gelaufen wäre, hätte Chemnitz mit seinen Top-Leuten Adrian Zielinski und Robby Behm bequem noch eine Schippe drauflegen können".

Samswegen: Krüger 73,6 kg Körpergewicht/105 kg Reißen/133 kg Stoßen/238 kg Zweikampf/95 Punkte; Winter 75,5/122/160/282/131,0; T. Zielinski 94,0/140/175/31/127,0; Eckardt 96,0/135/175/310/119,0; Springer 103,9/130/176/ 306/104,0; Bruse 119,4/128/161/289/74