Samswegen l Gleich drei verletzte Samsweger Heber waren dann doch des Schlechten zu viel, um den amtierenden deutschen Gewichtheber-Meister Chemnitzer AC am Wochenende ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. Markus Krümmer (Knie) musste ersetzt werden, Marc Eckardt (Blockierung der Halswirbelsäule) und Tomasz Zielinski (Rücken) konnten nur eingeschränkt heben - insofern war die 650,0:727,8-Niederlage bei den Sachsen durchaus "im grünen Bereich". Dass Samswegen trotzdem seine zweitbeste Saisonleistung erreichte, spricht für die Bördestemmer.

In der Bundesliga-Oststaffel stehen noch zwei Wettkämpfe aus: Samswegen empfängt am 21. Februar Atlas Plauen und gastiert am 7. März beim Aufsteiger AC Meißen. Gruppenplatz eins ist dem Chemnitzer AC kaum noch zu nehmen, aber um den Halbfinal-Qualifikationsplatz zwei ist ein Vierkampf entbrannt. Das Positive: Der SSV 1884 Samswegen hat in diesem Quartett (weiter Schwedt/Stralsund, Berlin, Plauen) die beste Ausgangsposition - glatte 3:0-Siege in den noch ausstehenden Duellen vor-ausgesetzt.

Ohne in Euphorie zu verfallen, machte auch Samswegens Sportlicher Leiter Wolfgang Weber nun seine Rechnungen auf: "Vorausgesetzt, wir gewinnen die noch ausstehenden Gruppenwettkämpfe jeweils 3:0, dürfte uns der zweite Platz in unserer Gruppe nicht zunehmen sein." Ärgster Widersacher ist die Kampfgemeinschaft Schwedt/Stralsund, wobei bei Punktgleichheit der Samsweger Sieg im direkten Vergleich für das Sextett aus Sachsen-Anhalt spräche.

Das wiederum würde bedeuten, dass die Bördeheber erstmals seit ihrer Finalteilnahme im April 2008 mit Platz drei wieder über die Bundesliga-Gruppenphase hinauskämen. Ein mögliches Halbfinale würde dann Samswegen am 21. März daheim gegen den derzeitigen Ersten der Westgruppe, Germania Obrigheim, führen.