Die Sieger der Australian Open von 1968 bis 2015
1968: Bill Bowrey (Australien)
1969: Rod Laver (Australien)
1970: Arthur Ashe (USA)
1971: Ken Rosewall (Australien)
1972: Ken Rosewall (Australien)
1973: John Newcombe (Australien)
1974: Jimmy Connors (USA)
1975: John Newcombe (Australien)
1976: Mark Edmondson (Australien)
1977 (Januar): Roscoe Tanner (USA)
1977 (Dezember): Vitas Gerulaitis (USA)
1978: Guillermo Vilas (Argentinien)
1979: Guillermo Vilas (Argentinien)
1980: Brian Teacher (USA)
1981: Johan Kriek (Südafrika)
1982: Johan Kriek (Südafrika)
1983: Mats Wilander (Schweden)
1984: Mats Wilander (Schweden)
1985: Stefan Edberg (Schweden)
1986: Keine Austragung durch Umstellung auf Januar-Termin
1987: Stefan Edberg (Schweden)
1988: Mats Wilander (Schweden)
1989: Ivan Lendl (Tschechoslowakei)
1990: Ivan Lendl (Tschechoslowakei)
1991: Boris Becker (Leimen)
1992: Jim Courier (USA)
1993: Jim Courier (USA)
1994: Pete Sampras (USA)
1995: Andre Agassi (USA)
1996: Boris Becker (Leimen)
1997: Pete Sampras (USA)
1998: Petr Korda (Tschechien)
1999: Jewgeni Kafelnikow (Russland)
2000: Andre Agassi (USA)
2001: Andre Agassi (USA)
2002: Thomas Johansson (Schweden)
2003: Andre Agassi (USA)
2004: Roger Federer (Schweiz)
2005: Marat Safin (Russland)
2006: Roger Federer (Schweiz)
2007: Roger Federer (Schweiz)
2008: Novak Djokovic (Serbien)
2009: Rafael Nadal (Spanien)
2010: Roger Federer (Schweiz)
2011: Novak Djokovic (Serbien)
2012: Novak Djokovic (Serbien)
2013: Novak Djokovic (Serbien)
2014: Stan Wawrinka (Schweiz)
2015: Novak Djokovic (Serbien)

Melbourne - Novak Djokovic hat als erster Tennisspieler der Profi-Geschichte zum fünften Mal die Australian Open gewonnen. Der von Boris Becker trainierte Serbe setzte sich im Endspiel gegen den Schotten Andy Murray mit 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:3, 6:0 durch.

Insgesamt feierte Djokovic seinen achten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier. Nach einem hochklassigen Finale über 3:39 Stunden nutzte der Weltranglisten-Erste vor 15 000 begeisterten Zuschauern in der Rod-Laver-Arena seinen zweiten Matchball.

Im 24. Vergleich mit dem Olympiasieger war es der 16. Sieg für Djokovic und der fünfte nacheinander. Für seinen Titel kassiert der 27-Jährige ein Preisgeld von umgerechnet rund 2,1 Millionen Euro. Murray kann sich mit 1,1 Millionen Euro trösten. In Melbourne bleibt er damit sieglos gegen seinen nur eine Woche jüngeren Kontrahenten. Wie schon 2011 und 2013 unterlag Murray dem am Ende stärkeren Djokovic im Endspiel. 2012 hatte er im Halbfinale verloren.

Zweieinhalb Sätze lang lieferten sich die Nummer eins und die neue Nummer vier der Welt ein Spektakel auf Augenhöhe. 72 Minuten dauerte der erste Satz, 80 Minuten der zweite. Die Entscheidung fiel jeweils im Tiebreak. In den Spielerboxen verfolgten Djokovic-Coach Becker und Murray-Trainerin Amélie Mauresmo das Match mit angespannten Mienen.

Als der Serbe beim Stand von 3:3 im dritten Satz einen Breakball abwehrte, animierte er die Fans mit auslandenden Handbewegungen zu mehr Spektakel. Wenig später nahm er Murray das Aufschlagsspiel zum 5:3 ab - was der Wimbledonsieger von 2013 und US-Open-Champion von 2012 mit einem wütenden Schlägerhämmern quittierte. Beim Seitenwechsel fluchte er lauthals "So unnötig, so unnötig".

Im vierten Satz schwanden bei Murray dann die Kräfte, Djokovic erhöhte noch einmal Tempo und Aggressivität. Wirkte der Jung-Vater bei seinem mühsamen Halbfinalsieg gegen Titelverteidiger Stan Wawrinka noch unkonzentriert und körperlich labil, ließ er nun seinem Gegenüber keine Chance mehr. Nach nur weiteren 28 Minuten pustete er einmal kräftig durch, reckte beide Arme in die Höhe und schickte einen Handkuss in Richtung seiner Spielerbox. Für das Duo Becker-Djokovic war es der zweite gemeinsame Grand-Slam-Titel nach Wimbledon 2014.

Australien-Rekord für Djokovic: Einziger m...

Melbourne - Boris Becker lehnte sich weit über den Tribünenrand, streckte beide Arme aus und packte den Australian-Open-Rekordsieger Novak Djokovic mit beiden Händen.

  • Zum fünften Mal stemmt Novak Djokovic als Sieger die Norman-Brooks-Trophäe hoch.

    Zum fünften Mal stemmt Novak Djokovic als Sieger die Norman-Brooks-Trophäe hoch.
    Quelle: Julian Smith

  • Nach dem Matchball gilt der Dank des Rekord-Champions seinem Coach Boris Becker.

    Nach dem Matchball gilt der Dank des Rekord-Champions seinem Coach Boris Becker.
    Quelle: Barbara Walton

  • Andy Murray trauerte bei der Siegerehrung noch seinen vergebenen Chancen nach.

    Andy Murray trauerte bei der Siegerehrung noch seinen vergebenen Chancen nach.
    Quelle: Lukas Coch

  • Im Match zeigte Djokovic seine beste Turnierleistung.

    Im Match zeigte Djokovic seine beste Turnierleistung.
    Quelle: Joe Castro

  • Dabei musste der Serbe noch früh in der Partie den Turnierarzt in Anspruch nehmen.

    Dabei musste der Serbe noch früh in der Partie den Turnierarzt in Anspruch nehmen.
    Quelle: Joe Castro

  • Doch davon lässt sich der Weltranglistenerste nicht lange beeindrucken. Foto: Julian Smith

    Doch davon lässt sich der Weltranglistenerste nicht lange beeindrucken. Foto: Julian Smith
    Quelle: dpa

  • Die ersten beiden Sätze waren ausgeglichen, den zweiten Satz gewinnt Andy Murray.

    Die ersten beiden Sätze waren ausgeglichen, den zweiten Satz gewinnt Andy Murray.
    Quelle: Lukas Coch

  • Coach Amelie Mauresmo feuert ihren in Schwarz spielenden Schützling an.

    Coach Amelie Mauresmo feuert ihren in Schwarz spielenden Schützling an.
    Quelle: Lukas Coch

  • Der ist nicht mit allen Entscheidungen zufrieden. Foto: Filip Singer

    Der ist nicht mit allen Entscheidungen zufrieden. Foto: Filip Singer
    Quelle: dpa