Magdeburg l Der insolvente Fußball-Regionalligist VFC Plauen darf die Saison zu Ende bringen und steht als erster Absteiger fest. Die Partien der Vogtländer in der Rückrunde gelten als nicht zu wertende Pflichtfreundschaftsspiele. Weiter heißt es in einer Pressemitteilung des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) vom Freitagabend, dass die vom VFC "ausgetragenen und noch auszutragenden Meisterschaftsspiele der Regionalliga Nordost in der Saison 2014/15 nicht gewertet werden".

Das höchste Fußball-Gremium der neuen Bundesländer revidierte damit seinen eigenen Kompromiss-Beschluss, wonach Plauen zwar absteigen sollte, sämtliche Spiel-Ergebnisse aber in die Wertung eingehen sollten. Dagegen hatte sich auf der Staffeltagung am 30. Januar in Halberstadt die übergroße Mehrheit der Nordost-Regionalliga-Vereine ausgesprochen.

Paragraf 6 der Spielordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) legt fest, dass "die klassenhöchste Herren-Mannschaft eines Vereins, über dessen Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet ... wird, als Absteiger feststeht" und "die von einer solchen Mannschaft ausgetragenen und auszutragenden Spiele nicht gewertet werden".

NOFV-Präsident Rainer Milkoreit sagte gestern auf Volksstimme-Nachfrage: "Wir haben eine richtige Entscheidung getroffen. Allerdings sind wir uns im Klaren, dass seitens des vermeintlich Unterlegenen Reaktionen zu erwarten sind." Plauens Insolvenzverwalter Klaus Siemon hatte angekündigt, gerichtlich gegen einen Zwangsabstieg vorgehen zu wollen.

Ein Nutznießer der gestrigen Entscheidung ist der FCM, der nun nur noch zwei Punkte hinter Relegationsplatz eins rangiert.