Magdeburg l Die Macher des BBC haben in den vergangenen Wochen wohl so viele Klinken geputzt, dass die Türen halb Magdeburgs ohne Infektionsgefahr geöffnet werden können. Und sie haben inzwischen "positive Signale" empfangen von potenziellen Unterstützern, erklärte Peter Bogel, der Vizepräsident. "Sponsoren haben die Bereitschaft gezeigt, dem BBC zu helfen." Immerhin wurde von der 2. Basketball-Bundesliga bereits abgefragt, ob der BBC mit den Otto Baskets auch in der nächsten Saison in der Pro B Nord antreten will. Und der BBC hat die Anfrage mit einem klaren Ja beantwortet.

Bis zum 31. März müssen Lizenzantrag und entsprechende Unterlagen beim Ligaverband abgegeben werden. Zuvor sind noch zwei Punktspiele zu absolvieren, das erste am Sonntag gegen Dresden Titans (16 Uhr, Gieselerhalle), das zweite am 7. März bei den AstroStars Bochum (19.30 Uhr). Und zuvor ist noch das Problem des Nachlizenzierungsverfahrens zu lösen.

Dieses hat der Verband am Donnerstag eröffnet (Volksstimme berichtete), weil der Liga-Gutachterausschuss nach Auswertung bereits eingereichter Papiere anzweifelt, "dass eine wesentliche Auflage des regulären Lizenzierungsverfahrens für die Saison 2014/15 erfüllt werden kann", heißt es. Worum es genau geht, war gestern weder beim Verband noch vom BBC zu erfahren, "weil es ein schwebendes Verfahren ist", so Bogel. Er bestätigte aber, dass die Forderungen bis 9. März zu erfüllen sind. "Der Verband hat seine Spielregeln, wir haben sie einzuhalten. Wir werden alles flugs nacharbeiten."

Sportlich haben sich die Ottos ihre Chance auf eine Zukunft in der Pro B jedenfalls gewahrt. Und zwei Spieltage vor Hauptrunden-Ende kann der Kampf um die Play-off-Plätze eins bis acht auch in einem unendlich langen Rechenspiel geführt werden, so eng liegen die Mannschaften beieinander. Das Team von Dimitris Polychroniadis empfängt im letzten Heimspiel der Vorrunde ein schweres Kaliber. Mit Dresden stellt sich der Tabellenzweite beim -sechsten vor. "Die Mannschaft ist noch stärker einzuschätzen als die Uni-Riesen", erklärte Bogel. Gegen Leipzig hatten die Ottos zuletzt mit 54:52 gewonnen.

Das Hinspiel in Dresden endete indes mit einer 60:70-Niederlage. Und schon da haben die Ottos einen Eindruck von den Haupt-Titanen bekommen: zum Beispiel von Center Jaroslav Tyrna, der 13,8 Punkte pro Match erzielt und der jeden zweiten Dreier versenkt, oder von Power Forward Damon Smith, mit 299 Zählern der beste Werfer.

"Bei uns hat sich die personelle Situation nicht verändert", bestätigte Polychroniadis gestern am Telefon und auf dem Weg zum Videostudium mit der Mannschaft: "Es gibt für uns keine Geheimnisse, wir werden vorbereitet sein." Auch Dresdens Vorteil wird die breiter besetzte Bank sein. Deshalb gibt der 45-jährige Coach die Marschroute vor: "Wir müssen wieder auf unsere Defensive vertrauen."