Winterberg/Magdeburg (dh) l Francesco Friedrich aus Oberbärenburg hat am Freitag mit Anschieber Thorsten Margis (Winterberg) die perfekte Spur gefunden im 1330 Meter langen Eiskanal von Winterberg. Ihr Vorsprung zur Halbzeit des Zweier-Wettbewerbs bei der Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft im Hochsauerland beträgt 0,46 Sekunden auf Oskars Melbardis/Daumants Dreiskens (Lettland).

Und während die gesamte deutsche Bobfamilie dem 24-jährigen Friedrich, zugleich der Titelverteidiger, dafür anerkennend auf die Schulter klopfte nach zwei von vier Wertungsläufen, erreichten Nico Walther (Riesa) und Anschieber Marko Hübenbecker vom Mitteldeutschen Sportclub (MSC) tröstende Worte: "Kopf hoch! Krone richten! Weiter geht´s!", schrieb der MSC auf seiner Facebook-Seite. Vor den abschließenden Rennen am Sonntag belegen Walther/Hübenbecker Rang 13. Ihr Rückstand auf Bronze beträgt 53 Hundertstelsekunden. Diese aufzuholen, ist nicht unmöglich.

"Woran es lag, wissen wir auch nicht so recht", sagte Hübenbecker der Volksstimme. "Zumindest konnten wir im zweiten Lauf zur Konkurrenz ein wenig aufholen." Mit der elft-schnellsten Zeit schoben sich Walther/Hübenbecker von Rang 15 nach dem ersten Lauf auf 13 vor. Auch ihre Startzeit konnten sie steigern. Mit 5,28 Sekunden im zweiten Duchgang blieben sie im Zielbereich: Sie waren damit weniger als eine Zehntelsekunde langsamer als Friedrich und Melbardis.

Und wie lautet nun das Motto des Duos am Sonntag? Hübenbecker (28) meinte vorsichtig: "Mal schauen, was noch geht."