Halberstadt l Einer der Auffälligsten im Team des Fußball-Regionalligisten VfB Germania Halberstadt war am letzten Wochenende Jan-Christian Meier. Der 25-Jährige hatte zahlreiche Ballkontakte, gewann im Mittelfeld einige Kopfballduelle und leitete diverse Angriffe ein, darunter den zum Führungstreffer. Das Besondere dabei: Trainer Henri Fuchs beorderte den gebürtigen Gifhorner auf die Sechserposition. Für den kantigen Innenverteidiger war das eine Premiere.

Gemeinsam mit Winter-Neuzugang Tommy Müller füllte er die "Doppelsechs" aus und war so Teil eines weiteren "Experiments" des Cheftrainers. Fuchs fordert und fördert derzeit - auch aus Gründen des Personalmangels - die Vielseitigkeit seiner Schützlinge. So rückte beispielsweise Angreifer Florian Beil in der Vorwoche auf die rechte Abwehrseite oder übernahm Außenverteidiger Kevin Schlitte die Rolle des "Regisseurs". Nun also Meier im Mittelfeld. Für den Germania-Akteur selbst war es keine Überraschung. "Zwar hat mir der Coach erst einen Tag vor dem Spiel von seinen Plänen berichtet, aber für mich war es nicht das erste Mal auf dieser Position - abgesehen von meiner Zeit hier in Halberstadt. In der Jugend bin ich sowohl als `Zehner` oder `Sechser` aufgelaufen." Seine Leistung wollte der Niedersachse nicht überbewerten. "Bei mehr Praxis sieht das in Zukunft sicher besser aus. Am schönsten wäre es natürlich, wenn ich vorne selbst mal als Torschütze erfolgreich sein könnte." Wo er in Zukunft zum Einsatz kommen soll? Meier nimmt das, was der Trainer vorgibt. "Klar, bin ich in der Innenverteidigung zu Hause, aber auch die Zentrale wäre kein Problem."

Viel wichtiger sind die Ziele mit dem Team. "Sechs Punkte müssen her", blickt er auf die Partien in Bautzen und gegen Jena voraus, "gerade gegen Bautzen bin ich mir ganz sicher, dass wir gewinnen. Derzeit sind wir sehr gut drauf."