Halberstadt l Eines der aufwändigeren Auswärtsspiele steht für Regionalligist Germania Halberstadt am morgigen Sonntag (13.30 Uhr) an. Die Fahrt führt ins etwa 300 Kilometer entfernte Bautzen, wo man beim FSV Budissa anzutreten hat.

Die Begegnung soll für die Vorharzer der endgültige Wendepunkt sein. "Wir werden Vollgas geben, alles was möglich ist beitragen, um aus dem abstiegsgefährdeten Bereich herauszukommen", gab der Sportliche Leiter Stephan Grabinski gestern mit voller Entschlossenheit Auskunft.

Die Zahlen sprechen dabei nicht unbedingt für Germania, sie sprechen aber definitiv auch nicht für Bautzen. Die Budissen gehören mit erst 13 erzielten Treffern zu den angriffsschwächsten Teams der Liga. Der letzte Sieg datiert vom 21. September.

Was für den Aufsteiger zu Beginn der Serie gut begann, wechselte an jenem 7. Spieltag die Richtung. Seither muss sich der FSV nach unten orientieren. Der Tabellenzwölfte ist im Herbst 2014 in der Liga angekommen, inzwischen ist die erste Euphorie lange passé. Grabinski sieht ähnliche Probleme wie im eigenen Verein. "Bautzen hat bisher zu wenige Punkte geholt."

Interessant wird sein, welche Statistik nach diesem Duell weiter deutlichen Bestand haben wird: die Heimschwäche Budissas (drei Siege aus acht Partien) oder die Auswärtsschwäche der Germania (zwei Siege aus acht Begegnungen). "Es gibt im Fußball keine B-Noten, nur Punkte, im besten Fall drei", setzt Gra-binski fort, "daher wollen wir den Kampf annehmen und mit Zählern im Gepäck die lange Heimreise antreten."

Nach seiner Sperre kehrt Kapitän Philip Schubert zurück. Noch nicht wieder fit sind Ivan Ristovski, Damian Paszlinski und auch Christopher Reinhard.