Halberstadt l Auch einen Tag nach dem 1:1 beim direkten Tabellennachbarn Budissa Bautzen war bei Henri Fuchs, Trainer des Fußball-Regionalligisten Germania Halberstadt, ein Hauch Enttäuschung herauszuhören. "Wir hatten uns mehr ausgerechnet."

Schon unmittelbar nach dem Abpfiff hatte der 45-Jährige deutlich gemacht, dass "wir Trainer das Team so eingestellt hatten, um alle drei Punkte zu holen". Wieder einmal scheiterte der VfB Germania jedoch beim Torabschluss. "Unser Problem ist die Effizienz", erkannte Fuchs, "aber welches der Teams, das wie wir im unteren Drittel steht, hat dieses Problem nicht?" Einen Vorwurf wollte er seinem Team daher nicht machen, denn seine Elf hatte das Geforderte umgesetzt. "Auch nach dem überraschenden 0:1 sind wir nicht eingeknickt, haben die Begegnung über weite Strecken beherrscht. Außerdem haben wir die Konkurrenz auf Distanz gehalten." Dass der eine Zähler womöglich wichtig sein kann, hatte am Sonntag schon der Sportliche Leiter Stephan Grabinski betont. Auch Henri Fuchs zog letztlich das Positive heraus. "Dieser Punkt könnte noch wichtig werden."

Auf der anderen Seite verschloss Budissa-Trainer Thomas Hentschel nicht die Augen, er sprach nach Spielschluss von einem "Punktgewinn" seiner Mannschaft. "Wir haben richtig schlecht gespielt, von Anfang an keine Bindung gehabt. Kurzum: Wir hatten uns gegen Halberstadt was anderes vorgestellt."

Indes richtete Fuchs den Blick nach vorne: "Wir sind noch am Anfang und müssen dranbleiben. Deutlich wird aber immer mehr, dass die Trainingsmethodik greift, denn physisch konnten wir wieder nachlegen, auch die Abläufe werden immer sicherer."