Magdeburg/Rostock l Der Traum von SES-Boxer Robin Krasniqi, Weltmeister zu werden, ist geplatzt. Der 27-Jährige vom Magdeburger Boxstall SES musste sich Samstagnacht in Rostock dem amtierenden Champion Jürgen Brähmer im wahrsten Sinne des Wortes geschlagen geben. Eine Verletzung des Pflichtherausforders, der dem WBA-Weltmeister im halbschwergewicht zuvor in einem offenen Schlagabtausch alles angefordert hatte, zwang die Magdeburger Ecke nach Ende der neunten runde zur Aufgabe.

"Ich bin todtraurig, enttäuscht und untröstlich. Und ich kann nur schwer akzeptieren, dass ich es nicht geschafft habe, meinen Traum zu verwirklichen", gab Krasniqi nach dem hochklassigen Fight Samstagnacht in der Rostocker Stadthalle zu. Zehn Jahre seiner Karriere und vor allem die letzten Monate der hammerharten Vorbereitung habe er "auf diesen, einen Tag hingearbeitet", um am Ende doch seinen Traum vom WM-Titel (vorerst) begraben zu müssen. "Ich muss das Ganze erst einmal sacken lassen und verstehen, was das passiert ist - wie und warum" , so Krasniqi, der sich einen Cut an der Lippe zugezogen hatte, der im Krankenhaus wenig später genäht werden musste.

Gewinner waren auf jeden Fall die knapp 5000 Fans in der Rostocker Stadthalle und die 2,69 Millionen Zuschauer bei Sat.1 vor dem Fernseher. "Das war Werbung fürs Boxen", schwärmte Brähmers Promoter Kalle Sauerland. Sein Schützling sei mit seinen 36 Jahren ein Phänomen: "Er wird mit jedem Kampf besser."

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