Samswegen l "Wir sind heiß auf den Rückkampf in Obrigheim", bestätigt Wolfgang Weber nach dem 757:742 gewonnenen Gewichtheber-Hinduell im Bundesliga-Halbfinale gegen den Favoriten Germania Obrigheim. Zwei Faktoren dürften am 25. April für den Final-Einzug ausschlaggebend sein:

1. Sind die zuletzt gesundheitlich angeschlagenen Obrigheimer Nico Müller und Jakob Neufeld wieder fit?

2. Kann der für Samswegen startende polnische Olympianeunte Tomasz Zielinski starten?

Beide Entscheidungen liegen nicht in der Macht der Macher des SSV Samswegen. Das weiß auch deren Sportlicher Leiter Wolfgang Weber: "Was Obrigheim macht, können wir nicht beeinflussen. Ebensowenig wie ich heute noch nicht mit letzter Gewissheit bestätigen kann, ob Tomasz Zielinski im Rückkampf und im großen bzw. kleinen Finale für uns heben kann."

Der Grund: Samswegens starker Pole (zuletzt 170 Punkte) muss sich wegen Knieproblemen einer Behandlung unterziehen. Für die Europameisterschaften (9. bis 19. April, Tiblissi, Georgien) hat der polnische Gewichtheber-Verband den 24-Jährigen bereits ausgeplant. Zielinski soll vielmehr zur WM (20. bis 29. November in den USA) topfit sein und für sein Heimatland Quotenplätze für Olympia 2016 in Rio holen. Deswegen strebt der polnische Verband Zielinskis möglichst frühzeitige Kniebehandlung an.

Weber hat die polnische Seite bereits wissen lassen, dass von einem bestmöglichen Abschneiden im Halbfinal-Rückkampf selbst im Falle einer Niederlage abhängt, ob der SSV Samswegen am 9. Mai das "kleine Finale" um Platz drei daheim austragen darf oder nach Chemnitz reisen muss.

Fast vier Wochen vor dem Rückkampf ist also vieles offen. Eine abschließende Antwort aus dem Nachbarland steht noch aus.