Halberstadt l Eher ungewohnt fand sich Halberstadts Mittelstürmer Christopher Kullmann am vergangenen Sonnabend im Spiel gegen Hertha BSC II (1:1) nur auf der Bank wieder. Erstmals unter Trainer Henri Fuchs blieb für den 28-Jährigen nur die Reservistenrolle.

Zuvor gehörte er in den bisherigen fünf Begegnungen in diesem Kalenderjahr immer zur Startelf. Die nackten Zahlen sprechen derzeit in der Tat gegen Kullmann, wird er als zentraler Angreifer doch an seinen Treffern gemessen. In den bisherigen 18 Einsätzen (785 Minuten) seit seinem Wechsel in den Vorharz hat der Sargstedter aber noch nicht getroffen. Fuchs zur "Denkpause" seines Stürmers: "Klar, war er frustiert, das soll aber auch sein. Kommt er dann rein, kann er das in positive Energie umwandeln." Zumindest gegen die Hertha kam Kullmann jedoch nicht mehr zum Zuge.

Fuchs lobt den 28-Jährigen gleichzeitig für sein mannschaftsdienliches Auftreten: "Im Spiel gegen den Ball und bei der Ballverteilung hat er sich gute Noten verdient. Es kommen Phasen, wo man als Trainer eine Pause verordnet. Ich gönne es ihm, dass er bald wieder trifft."

Der Stürmer selbst redet nicht um den heißen Brei, weiß, dass er die Fehler zuerst bei sich selbst suchen muss. Nach einer Hinrunde, die "nicht stattgefunden hat", fühlt er sich nun besser. "Mein Fitnesszustand ist gut, wir sind als Team zusammengewachsen - jetzt fehlt nur das Glück im Abschluss." Trainer und der Sportliche Leiter Stephan Gra-binski ("Er sollte sich nicht zu viel Druck machen.") stehen hinter ihm, das weiß er. Deswegen geht Kullmann zuversichtlich an die kommenden Aufgaben. "Ich bin optimistisch und glaube weiter an die Wende. Im Vordergrund steht allerdings auch der Nichtabstieg, da ist es egal, wer trifft."