Der SC Magdeburg in Berlin

Mannschaften (1)
4x200 m Freistil (mit Zellmann, Reuß, Wellbrock und Rob Muffels/1994)

Frauen (11)
Daria Berestov (Jahrgang 1997): 50, 100 und 200 m Brust; Emily Charlotte Feldvoss (2001): 50, 100, 200 m Brust; 200, 800 m Freistil; 400 m Lagen; Johanna Friedrich (1995): 100, 200, 400 m Freistil; Franziska Hentke (1989): 50, 100, 200 m Schmetterling; 400 Meter Lagen; Laura Kelsch (1999): 50m, 100, 200 m Brust; 50 m Freistil; Valeriya Möhring (1999): 50, 100, 200 m Brust; Charlie Sue Rieffenberg (2000): 100, 200 m Schmetterling; Lotta Steinmann (1999): 200, 400, 800 m Freistil; 200 m Rücken; Julia Thiemann (1995): 50 m Freistil; Lilly Winkel (2000): 100, 200 m Rücken; 400 m Lagen; Finnia Wunram (1995): 400 m Lagen; 400, 1500 m Freistil

Männer (9)
Paul Gärtner (2000): 50, 100, 200 m Rücken; 100 m Schmetterling; 400 m Lagen; Marcus Herwig (1996): 200, 400, 1500 m Freistil; Chris Kerber (1997): 200 m Lagen; Paul Nitschke (1998): 50, 100 200 m Schmetterling; 50 m Freistil; Eric Reuß (1993): 200, 400, 800, 1500 m Freistil; Hendrik Rijkens (1993): 1500 m Freistil; 400 m Lagen; Nicolas Storch (1995): 100, 200 m Schmetterling; Florian Wellbrock (1997): 200, 400, 1500 m Freistil; 200m Schmetterling; Poul Zellmann (1995): 100, 200, 400 m Freistil; 400 m Lagen; Marius Zobel (1999): 200, 400 m Lagen; 50, 200, 400 m Freistil ; 200m Schmetterling

Magdeburg l Fragt man Johanna Friedrich, woran sie in Vorbereitung auf die deutschen Meisterschaften gearbeitet hat, gibt sie zwei Antworten. Die erste: "Wichtig war es, Gewicht zu verlieren, was mir auch ganz gut gelungen ist." Die zweite:"Dann habe ich an meiner Technik gearbeitet, um die Länge zu verbessern und vorne nicht mit der Hand abzufallen." All das soll sie noch schneller machen, dann ist für die Schwimmerin vom SCM alles möglich bei den nationalen Titelkämpfen vom 9. bis 12. April im Berliner Europasportpark. Ihr Hauptziel? "Ich würde gerne meinen Titel verteidigen." Jenen über 400 Meter Freistil nämlich. Was noch? "Ich würde gerne mal nach Russland fahren", sagt die 20-Jährige. Genauer: zur Weltmeisterschaft nach Kazan (25. Juli bis 9. August).

Friedrich führt die deutsche Rangliste über diese Strecke genauso an wie Franziska Hentke jene über 200 Meter Schmetterling, was beide Magdeburgerinnen zu Goldfavoritinnen in Berlin macht. Aber, wie Hentke sagt, Gold ist eben der schöne Bonus, es geht um mehr: um Normzeiten für Kazan. Deshalb hat auch ihr Trainer Bernd Berkhahn den Blick auf die 2763 Kilometer entfernte Millionenmetropole gerichtet. "Ziel sind individuelle Bestleistungen. Damit kommen unsere Topsportler in die Nähe der WM-Norm", sagt Berkhahn. Und ganz sicher auf ein Podest.

Acht Medaillen hatten die SCM-Bilanz der Titelkämpfe 2014 veredelt. Diesmal schickt Berkhahn neben 20 Einzelstartern wieder eine 4x200-Meter-Freistilstaffel der Herren ins Rennen, mit dieser wird Freiwasser-Athlet Rob Muffels seinen einzigen Auftritt haben: "2013 konnten wir mit der Staffel Bronze gewinnen. Und in den Top-Fünf ordnen wir uns auch diesmal ein", sagt Berkhahn.

Wie der Coach ist auch Friedrich "optimistisch, dass es in Berlin richtig gut laufen wird", teilt sie mit. Über die 400 Meter muss sie eine Vorlauf- (4:14,76 min.) und eine Finalnorm (4:10,70) erreichen für den ersten Schritt nach Russland. Letztere Zeit liegt 21 Hundertstel über ihrer Bestleistung.

Für den zweiten Schritt muss sie wie alle Athleten des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) ihre Leistung spätestens im Juli in Essen bestätigen. "Johanna ist in einer guten Form und wird sich entsprechend bei der Meisterschaft präsentieren", sagt Berk- hahn. Das gilt auch für Poul Zellmann, der einen vorderen Platz auf einer Freistil-Strecke anstrebt, das gilt zudem für Florian Wellbrock und Laura Kelsch, die sich für die Jugend-Europaspiele im Juni in Baku (Aserbaidschan) qualifizieren wollen.

Sich gut präsentieren möchte Friedrich derweil auch über die 200 Meter Freistil: Denn wenn "wir vielleicht für die WM eine Staffel hinbekommen, wäre eine Medaille in Berlin für mich sehr schön", erklärt sie.

Das wäre sie auch für Hentke über 400 Meter Lagen, die sie 2014 sogar gewann. Die finale WM-Norm liegt bei 4:42,78 Minuten - 1,36 Sekunden unter Hentkes Bestzeit. Deshalb sieht Berkhahn die Disziplin, die am Langstrecken-Donnerstag das Event eröffnet, nur "als Einstimmung". Hentkes Fokus liegt auf 200 Meter Schmetterling. Schon zweimal hat sie in diesem Jahr die Endlauf-Norm von 2:10,72 Minuten unterboten. Und was ihren Angriff auf Gold betrifft, gilt für die 25-Jährige: Es wäre ihr siebter Titel auf der Langbahn.

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