Magdeburg l 18. Juli - das ist der Termin, auf den SES-Boxer Robert Stieglitz seit Beginn der Woche hintrainiert. An diesem Tag, das bestätigte gestern SES-Promoter Ulf Steinforth der Volksstimme, soll der Ex-Weltmeister aus Magdeburg zum vierten Mal auf Arthur Abraham treffen. "Ja, es läuft wohl auf diesen Termin hinaus. Aber spruchreif ist das erst, wenn die Verträge unterschrieben sind. Und das ist noch nicht der Fall", so Steinforth.

Offen sei vor allem noch der Veranstaltungsort. "Ich kann nur so viel sagen: Magdeburg und Berlin fallen definitiv raus, um keinen von beiden Boxern einen Heimvorteil zu verschaffen." Im Gespräch sind vielmehr Stuttgart, Halle/Westfalen, Leipzig und München. Nach Volksstimme-Informationen tendieren beide Boxställe dazu, das WM-Duell im Gerry-Weber-Stadion in Halle zu veranstalten. Die Multifunktionsarena verfügt über ein zweiteiliges, in 88 Sekunden schließbares Dach. Bis zu 12 300 Personen finden Platz.

Neu beim vierten Duell Abraham/Stieglitz wäre damit nicht nur der Veranstaltungsort, sondern neu ist auch, dass Stieglitz zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere Pflichtherausforderer ist. Das Recht, als Nummer eins der Rangliste des Weltverbandes WBO den Weltmeister herauszufordern, hat sich der 33-Jährige durch seine Erfolge nach dem Verlust seines WM-Gürtels vor einem Jahr in Magdeburg hart und regulär erarbeitet. "Jetzt braucht also keiner überrascht tun, dass Arthur gegen Robert ran muss, obwohl er lieber gegen Felix Sturm boxen wollte", erklärte Steinforth mit Verweis auf die klaren Vorgaben des Weltverbandes WBO.

Was den Ausgang des vierten Kampfes betrifft, gibt es für Steinforth jedoch keine zwei Meinungen: "Wir haben einmal deutlich verloren, einmal gewonnen und einmal wurden wir verschaukelt. Der vierte Kampf bringt ein für alle Mal Klarheit. Ich bin fest davon überzeugt, dass Robert als Sieger aus dem Ring steigt - und dann ist aber auch genug mit Stieglitz gegen Abraham."