Magdeburg l Das Experiment, die PMU (Pari Mutuel Urbain), Europas größten Wettanbieter aus Frankreich, zum Aufgalopp mit ins Boot zu nehmen, hat den Magdeburger Renn-Verein durch den frühen Start zwar Zuschauer gekostet, sich dafür aber allemal finanziell gelohnt.

Dadurch, dass die PMU - der Gesamtumsatz betrug 2013 sensationelle 11,2 Milliarden Euro, wobei das meiste Geld mit Trabrennen verdient wird - die Preisgelder für die ersten vier Rennen (die nach Frankreich übertragen wurden und bewettet werden konnten) komplett übernahm, blieb ein Plus von knapp 30.000 Euro.

"Unterm Strich war es eine gelungene Sache. Hätten wir deutlich weniger als die 3000 Besucher gehabt, hätten wir vermutlich gesagt: Einmal und nicht wieder. Aber so war es o.k. Man darf ja auch nicht vergessen, dass es am vergangenen Sonnabend weitere Events wie z.B. den Beginn der Bundesgartenschau gab", sagte Präsident Heinz Baltus, der zudem darauf verwies, dass PMU-Veranstaltungen nun nicht grundsätzlich mittags um 12 Uhr beginnen.

Mit den 30.000 Euro sind die Verantwortlichen jedenfalls happy, die Chancen auf einen zusätzlichen fünften Renntag damit deutlich gestiegen.

Dabei waren Baltus Co. zunächst von einer ganz anderen Rechnung ausgegangen, hieß es doch im Vorfeld, der Verein erhalte drei Prozent des Gesamtumsatzes der PMU. Der Präsident: "Dann kam vom deutschen Vermarkter German Toto, der mit PMU zusammenarbeitet, der Vorschlag mit der Preisgeld-Übernahme. Wir hätten ablehnen können, haben aber sofort zugestimmt, denn so waren wir auf der sicheren Seite."

Am Ende war es die absolut richtige Entscheidung, denn der Umsatz der PMU betrug für Magdeburg rund 800.000 Euro. Bei drei Prozent wären also "nur" 24.000 Euro übriggeblieben.