Die Kanu-Saison

2./3. Mai: EM Racice (Tschechien)

9./10. Mai: 2. Nationale Qualifikation (Duisburg)

23. bis 25. Mai: Weltcup Duisburg

4. Juli: Sprintcup (Magdeburg)

24. bis 26. Juli: Junioren- und U-23-WM (Montemoor/Portugal)

20. bis 24. August: WM Mailand

26. bis 30. August: DM München

Magdeburg l Die erste Hürde ist genommen. Bei den Canadiern sowie den Junioren haben die Athletinnen und Athleten des SCM erste Ausrufezeichen für die Wettkampfsaison 2015 gesetzt. Mit einem bemerkenswerten Ausgang: Yul Oeltze, der bei der Qualifikation in Duisburg im Canadier-Einer die 1000-m-Strecke für sich entschieden hatte und über 500 m nur von Olympiasieger Sebastian Brendel geschlagen wurde, hat bereits am 2. und 3. Mai in Racice (Tschechien) seinen ersten internationalen Start in der noch jungen Saison.

Oeltze, der 2014 zusammen mit Ronald Verch im C II WM-Bronze gewann, wurde vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) für die Europameisterschaften nominiert. Dort möchte das Duo eine Medaille holen, "um dem nationalen Kampf für ein Startrecht beim Weltcup in Duisburg aus dem Weg zu gehen", wie Oeltze verrät. Bleiben nämlich Oeltze/Verch ohne EM-Medaille, warten eine Woche später in der zweiten Qualifikation u. a. die Boote Erik Leue (SCM)/Sebastian Hennig (Leipzig) sowie Michael Müller (SCM/Peter Kretschmer (Leipzig) darauf, den EM-Startern das Weltcup-Startrecht für Duisburg abspenstig zu machen.

Coach Eckhard Leue, der beim SCM die Aktiven der Leistungsklasse unter seinen Fittichen hat, sieht sein Team nach dem ersten Leistungstest gut aufgestellt: "Obwohl die Konstellation mit allen drei Disziplingruppen (Kajak Männer, Kajak Frauen und Canadier/d. Red.) in einer Trainingsgruppe sehr aufwändig ist, ist es dennoch möglich, aus dem Vergleich der Fahrzeiten Rückschlüsse für die tatsächliche Leistung zu ziehen." Der Wechsel zwischen Trainingslagern (die SCM-Kanuten kamen seit Herbst auf bis zu 15 Wochen) und Heimtraining habe sich ausgezahlt.

"Unsere finanziellen Möglichkeiten waren dafür die Basis", bricht Leue eine Lanze für die "gute Zusammenarbeit mit dem SCM und dem Olympiastützpunkt".

Seinem Schützling Oeltze ("Er war auf den Punkt auf die Qualifikation vorbereitet") bescheinigt der Coach eine "deutliche Wettkampf-Steigerung". Der Athlet selbst, der seine "persönlichen Erwartungen bei der Quali deutlich übertroffen" hat, glaubt an eine erfolgreiche Fortsetzung seines überragenden Saisonstarts bei der EM: "Es ist schwierig, die Gegner zu diesem frühen Saisonzeitpunkt richtig einzuschätzen, weil man nicht weiß, wie sie drauf sind. Aber in Ronald Verch habe ich einen sehr guten Partner. Das macht mich zuversichtlich."