Magdeburg/Clermont (Orlando) l Frohe Botschaft von den Langsprintern des SC Magdeburg, die sich derzeit in Clermont/USA den Feinschliff für die Freiluftsaison holen: Sowohl die Viertelmeiler Eric Krüger und Thomas Schneider, als auch Janin Lindenberg gehören wie erhofft zu den insgesamt 33 Athleten, die der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) am Mittwoch für die Staffel-Weltmeisterschaften auf den Bahamas (2./3. Mai) nominiert hat. Während Krüger und Schneider im 15 000 Zuschauer fassenden Thomas-A.-Robinson-Stadion in Nassau mit der 4x400-Meter-Staffel an den Start gehen, läuft Lindenberg im Rahmen der Medley-Staffel (1200 -, 400 -, 800 - und 1600 Meter) die Stadionrunde. Insgesamt sind sieben deutsche Staffeln am Start, für einige geht es bereits um Olympia-Quotenplätze.

Bundestrainer Marco Kleinsteuber, gleichzeitig der Heimtrainer des SCM-Trios, ist froh, dass seine erste Amtshandlung als neuer, hauptamtlicher DLV-Coach für den Bereich Langsprint und Langhürden so reibungslos über die Bühne gegangen ist. Denn "natürlich wird da genau hingeschaut, wenn bei der Nominierung zu den infrage kommenden Athleten auch die eigenen zählen", so Kleinsteuber.

Um so wichtiger war es, dass seine Athleten bei der unmittelbaren Vorbereitung in Clermont im Training sowie bei den Wettkämpfen einen so guten Eindruck hinterließen, dass keiner an ihnen vorbeikonnte. Eric Krüger meinte zu der brisanten Konstellation: "Es lag an uns, für stichhaltige Argumente zu sorgen, so dass unser Trainer gar nicht erst in den Verdacht der Bevorzugung kommt."

Und der Saisonenstand konnte sich sehenlassen, auch wenn leichter Schiebewind herrschte: Vizemeister Schneider lief über 200 Meter in 21,24 Sekunden eine neue, starke Bestzeit, für Krüger blieb die Uhr bei 21,33 Sekunden stehen. "Nach über einem Jahr Wettkampfabstinenz lief es bei mir noch etwas unrund. Aber das Rennen hat dennoch Lust auf mehr gemacht", kommentierte der 27-Jährige seinen Auftakt. Jetzt hofft Krüger, dass es bei der WM-Generalprobe am Freitag, wenn für alle drei SCM-Asse das erste 400-Meter-Rennen ansteht, ebenso gut läuft.