Magdeburg (ju) l Kaum war der neue Fahrer für das in Oschersleben beheimatete BMW Sports Trophy Team Schubert gefunden, war er schon wieder weg. Vorübergehend. Eigentlich sollte Uwe Alzen, Motorsport-Urgestein und ehemaliger DTM-Sieger, zum Saisonauftakt einen BMW Z4 GT3 zusammen mit Claudia Hürtgen (43, Aachen) steuern. Aber da Alzen auch in der Langstreckenmeisterschaft engagiert ist, fehlt der 47-Jährige zum Auftakt des ADAC GT Masters und wird vom Finnen Jesse Krohn (24) ersetzt. Das zweite Schubert-Auto besetzen in dieser Saison Dominik Baumann (22, Österreich) und Jens Klingmann (24, Leimen). Alzens erster Einsatz im GT Masters wird erst Anfang Juni in Österreich sein. "Die ersten Tests waren sehr gut. Ich freue mich auf das erste Rennen", sagte Alzen.

Alzen soll mit seiner Erfahrung und der Routine von Hürtgen dazu beitragen, dass im fünften und letzten Jahr für den BMW Z4 GT3 (er wird 2016 vom 6er BMW abgelöst) "mal eine Meisterschaft rauskommt", wie Teamchef Torsten Schubert das Saisonziel am Rande der Tests formulierte. Das Team setzte zwar in der Vergangenheit immer wieder Nadelstiche, für ganz vorn in der Gesamtwertung hat es aber nie gereicht, obwohl Schubert sagt: "Das Auto ist ausgereift und wettbewerbsfähig."

Das sollen beide Autos und Fahrer-Duos in der Börde zeigen. "Es ist aber kein Geheimnis, dass Oschersleben zwar unsere Heim-, aber nicht unbedingt unsere Lieblingsstrecke ist", bremste Schubert die Erwartungen, "die kurvige Strecke liegt dem Auto einfach nicht. Ich hoffe auf einen besseren Start - vor allem unfallfrei." Und mit möglichst vielen Punkten will Schubert beim zweiten Rennen in Österreich zur Attacke blasen. Und mit Uwe Alzen im Cockpit.