Magdeburg/Dortmund l "Du bist im Achter dabei." Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hat Ruder-Ass Maximilian Planer die Nachricht von Bundestrainer Ralf Holtmeyer Anfang der Woche vernommen: Einschränkend folgte sogleich ein "vorerst" von der Trainer-Legende. Dass er als Nummer vier auf Steuer-Backbord "der größte Wackelkandidat" ist, wie Planer es sieht, damit konnte der Bernburger noch leben: "Hauptsache, ich bin erst einmal dabei." Weniger schmeckte dem Europa- und Vizeweltmeister, der im Vorjahr im Achter debütierte, dass sein langjähriger Zweier-Partner Felix Wimberger (Passau) nicht den Sprung ins Prestigeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) geschafft hat.

Zusammen waren beide am vergangenen Wochenende bei der wichtigsten Qualifikation, den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften in Brandenburg, als Vierte im Zweier ohne am Podest vorbeigeschrammt. "Dass wir als Vorjahresdritte Bronze um nicht einmal eine Sekunde knapp verpasst haben, ist ärgerlich und schade. Aber wir haben Tuchfühlung zur Spitze und konnten so ein klares Zeichen in Richtung Olympia 2016 setzen, das war wichtig", hatte Planer kurz nach den Titelkämpfen das Abschneiden kommentiert. Da wusste der in Dortmund trainierende Ruder-Recke noch nicht, wohin die Reise geht. "Vom Achter über Vierer bis Zweier kann das alles sein", mutmaßte er.

Nun also das Happy End: Es ist der Achter. Und der wird sich erstmals beim Weltcup in Bled/Slowenien (8. bis 10. Mai) mit der internationalen Konkurrenz messen. Planer hält den Ball noch flach: "Ich freue mich, dass ich es ins Boot geschafft habe. Aber ich versteife mich noch nicht zu sehr darauf, es kann sein, dass nach Bled die Karten noch einmal neu gemischt werden - ein Start im Zweier oder Vierer hat ja auch seinen Reiz."