Magdeburg l Marcel Hacker wird am heutigen Sonnabend viele Kerzen auspusten. Zurück bei der Familie im Wochenend-Domizil in Kirchmöser, muss sein Geburtstag nachgefeiert werden. Der Ruderer des SC Magdeburg ist am Mittwoch 38 Jahre alt geworden. Im Telefonat an seinem Ehrentag hat sich Hacker "vor allem Gesundheit" gewünscht. Gar nichts anderes, nicht mal die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016, die er anstrebt. Der Grund: Hacker war gerade krank.

Und er war zu diesem Zeitpunkt zur Wettkampfvorbereitung in Rostock. Am Geburtstagsmorgen hatte er sich dort beim Krafttraining eine Blockade im Rücken zugezogen. In fremden Gefilden musste er zunächst physiotherapeutische Hilfe holen. Bis gestern wollte er abwarten, wie sich die Blockade verhält. "Vielleicht muss ich pausieren und erst gesund werden. Dann kann ich auch in Bled nicht starten. Aber es ist kein Bandscheibenvorfall", hatte Hacker mitgeteilt. Trotzdem geriet die ganze Saison in Gefahr - bis gestern die Entwarnung kam. Eine Spritze hat die Blockade gelöst. Sein Start beim ersten Saison-Weltcup in Bled (Slowenien) vom 8. bis 10. Mai ist gesichert.

"Die Erleichterung ist bei allen groß", sagte Hacker gestern - kurz nach dem Mittagsschlaf, und immer noch in Rostock. Dorthin war er am vergangenen Sonntag gereist, um mit seinem Doppelzweier-Partner Stephan Krüger zu trainieren. Sie treten am Tag nach der Anreise am kommenden Mittwoch in Bled im Ausscheidungsrennen der deutschen Zweier-Boote gegen drei Konkurrenten an. "Das Grundgerüst stimmt", berichtete Hacker über die Zusammenarbeit mit dem 26-jährigen amtierenden deutschen Meister. "Das ist schon viel wert, aber es fehlt noch ein bisschen in der Feinabstimmung", sagte Hacker.

Bereits bestimmt hat Bundestrainer Marcus Schwarzrock den Ausscheidungsmodus für Bled: "Das beste und das schlechteste Boot fahren beim Weltcup den Doppelzweier, der Zweite und der Dritte bilden den Doppelvierer", erläuterte Hacker. Nur den Einer, den wird in Bled noch kein Athlet des Deutschen Ruderverbandes (DRV) fahren.