Halberstadt l Sechs Tore in einem Spiel, das nach aktuellem Stand nicht gewertet wird (am 13. Mai entscheidet sich in einer mündlichen Verhandlung die weitere Handhabung der Plauen-Partien/d.Red.) - was ist das 6:1 des VfB Germania Halberstadt gegen den VFC Plauen am Ende wert?

"Wenn die Begegnungen gegen Plauen nicht gewertet werden, waren es sechs Tore für die Galerie", sagte Sportchef Stephan Grabinski. "Fakt ist, dass wir diese Partie ganz klar als ein Pflichtspiel angegangen sind und wir einen vernünftigen Eindruck hinterlassen haben. Wichtig war außerdem, Spielern Einsatzzeiten zu geben, die lange nicht dabei waren. Davon hat mit Max Worbs einer getroffen."

Auch Trainer Henri Fuchs betrachtete die vorletzte Heimpartie als "normales Punktspiel". Der 44-Jährige: "Ich denke, dass der Eindruck entstanden ist, dass wir es ernst genommen haben. Wir wollten den positiven Trend fortsetzen. Das 6:1 war ein nahtloser Übergang des Babelsberg-Spiels. Auch wenn es für den VFC im Moment nicht einfach ist -sechs Tore musst du erst mal schießen. Wir wollten demonstrieren, dass wir die bessere Mannschaft sind, das muss sich letztlich auch im Ergebnis widerspiegeln. Dass wir nach der Pause mit drei weiteren Toren nachgelegt haben, spricht für den Charakter der Mannschaft." Ein Makel war das späte Gegentor der Vogtländer, Fuchs wollte dies jedoch nicht überbewerten: "Es sei Plauen gegönnt, den Ehrentreffer zu erzielen."

Einer derjenigen, die diesmal mitwirken durften, war Max Worbs. Zwar fehlte der 23-Jährige im Saisonverlauf auch aufgrund einer Knieverletzung, dennoch sind die fünf Einsätze in dieser Serie spärlich. Es war sein erstes Mitwirken unter Fuchs.

Dass Worbs nicht glücklich mit der momentanen Situation ist, wird zwischen den Zeilen deutlich: "Meine Leistung sollen andere beurteilen, ich habe lange genug nach Fehlern gesucht." Der 30-minütige Einsatz gegen Plauen mit dem Treffer zum 4:0 könnte allerdings eine Art Neuanfang für den Angreifer gewesen sein. Schließlich hat Worbs noch einen Vertrag bis 2016.